Schick Lehrteam INOMT, Silvia
Neurologische Patienten aus einer manualtherapeutischen und osteopathischen Perspektive zu betrachten, ist der Ausgangspunkt dieser Präsenzfortbildung am MFZ Hannover. Die Neuro-Osteopathie bezieht dabei das gesamte System des Patienten ein. Grundlage ist ein biopsychosoziales Verständnis, das im Kurs mit einer biokybernetischen Betrachtung verbunden wird. Viszerale und manualtherapeutische Interventionen werden in diesem Zusammenhang auf ihre Bedeutung für die neurologische Behandlung bezogen. Zu Beginn steht die Beschäftigung mit der motoneuralen Regulation und den unterschiedlichen funktionellen motorischen Einheiten. Daran schließen sich Themen wie Faszien, Gelenkbiomechanik und posturale Kontrolle an. Die Weiterbildung Neuro-Osteopathie führt diese Inhalte mit der Frage zusammen, wie ein patientenorientierter Behandlungsaufbau gestaltet werden kann. Die Förderung der Teilhabe bildet dabei einen wesentlichen Bezugspunkt für die Auswahl und Anwendung therapeutischer Interventionen. Kursinhalte Einführung in die motoneurale Regulation: Vorderhornaktivität, pyramidale und extrapyramidale Bahnen, zentrale Regulation, Seitenhorn und Grenzstrang Posturale Kontrolle Faszien Biomechanik der Gelenke Wirkungsweisen manualtherapeutischer und viszeraler Techniken Patientenorientierter Behandlungsaufbau Partizipation Praktische Übungen ergänzen die theoretischen Grundlagen. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit faszialen und viszeralen Techniken und entwickeln Behandlungsaufbauten für die neurologische Arbeit. Außerdem greift das Seminar die Bedeutung der posturalen Kontrolle für die Haltungskorrektur auf. So werden Kenntnisse über die motorische Regulation mit manuellen Vorgehensweisen und patientenbezogenen Behandlungszielen verknüpft. Der Kurs bietet Gelegenheit, neuro-osteopathische Verfahren im Zusammenhang zu betrachten und vorhandene Kompetenzen zu vertiefen. Die einzelnen Themen stehen dabei in Beziehung zueinander: von der neurophysiologischen Grundlage über die Betrachtung von Faszien und Gelenken bis hin zur praktischen Gestaltung der Behandlung. Der ganzheitliche Ansatz bleibt auf die Teilhabe neurologischer Patienten ausgerichtet.