Lehrteam PhysioBib, Nils Reiter
Bewegungsbezogene Angst und daraus entstehendes Vermeidungsverhalten zählen zu den häufigsten Herausforderungen in der physiotherapeutischen Arbeit mit Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten. Um diese Prozesse zu verstehen und therapeutisch sinnvoll zu beeinflussen, reichen reine Bewegungsempfehlungen meist nicht aus. Notwendig ist ein fundiertes Verständnis der zugrunde liegenden psychologischen sowie neurophysiologischen Mechanismen. Diese Online-Fortbildung vermittelt genau dieses Hintergrundwissen und zeigt gleichzeitig, wie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse effektiv in die tägliche Therapie integriert werden können. Ziel ist es, Therapeutinnen und Therapeuten dabei zu unterstützen, Bewegungsangst differenziert einzuordnen und Betroffene sicher auf ihrem Weg zurück zu mehr Aktivität zu begleiten.Im therapeutischen Alltag wird deutlich, dass Schmerzen nicht nur körperliche Funktionen einschränken, sondern auch das Vertrauen in die eigene Bewegungskompetenz beeinflussen können. Viele Menschen reduzieren ihre Aktivität aus Angst vor weiteren Beschwerden. Dadurch entstehen häufig Kreisläufe aus Schonung, wachsender Unsicherheit und langfristig sogar zunehmenden Schmerzen. Genau hier setzt die Fortbildung an. Sie vermittelt ein Verständnis dafür, wie Bewegungsangst entstehen kann, welche Rolle Erwartungen und frühere Erfahrungen spielen und wie sich diese Aspekte im Therapieverlauf bemerkbar machen.Ein besonderer Fokus liegt auf der Verknüpfung wissenschaftlicher Theorie mit praktischer Umsetzung. Teilnehmende lernen unterschiedliche Modelle kennen, die Bewegungsangst erklären, und erfahren, welche Bedeutung diese Konzepte für die physiotherapeutische Behandlung haben. Gleichzeitig werden Strategien vorgestellt, mit denen sich Bewegungsängste im Praxisalltag erkennen und gezielt angehen lassen. Neben diagnostischen Überlegungen spielen auch Kommunikation, Aufklärung und strukturierte Bewegungstherapie eine wichtige Rolle.Darüber hinaus wird erläutert, wie therapeutische Kommunikation helfen kann, ungünstige Erwartungshaltungen zu verändern und Patientinnen sowie Patienten schrittweise wieder an Bewegung heranzuführen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Selbstwirksamkeit. Wenn Menschen erfahren, dass Aktivität trotz Schmerzen möglich ist, stärkt dies häufig ihr Vertrauen in den eigenen Körper. Diese Erfahrung bildet eine wichtige Grundlage für nachhaltige Rehabilitation und langfristige Aktivität.PhysioBib beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der verständlichen Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die physiotherapeutische Praxis. Durch Podcasts, Studienzusammenfassungen und Fortbildungen wird der Transfer aktueller Forschungsergebnisse in den klinischen Alltag unterstützt. Ziel ist es, Therapeutinnen und Therapeuten evidenzbasierte Entscheidungen zu ermöglichen und die Physiotherapie im deutschsprachigen Raum weiterzuentwickeln.KursinhalteTheoretische Modelle zu Bewegungsangst und VermeidungsverhaltenScreening- und Einschätzungsstrategien für Bewegungsangst im physiotherapeutischen PraxisalltagPraxisnahe Kommunikationsstrategien im Umgang mit BewegungsangstKonkrete Übungs- und Bewegungstherapieansätze zur Reduktion von VermeidungsverhaltenStrategien zur Förderung von Selbstwirksamkeit im therapeutischen ProzessZusammenfassungDie Fortbildung vermittelt ein strukturiertes Verständnis für Bewegungsangst im Schmerzkontext und zeigt praxisnahe Möglichkeiten, wie Therapeutinnen und Therapeuten Vermeidungsverhalten erkennen und gezielt beeinflussen können. Die Kombination aus wissenschaftlichen Modellen, klinischer Einschätzung und konkreten Therapieansätzen bildet eine fundierte Grundlage für eine differenzierte und patientenzentrierte physiotherapeutische Behandlung.Bitte beachten: Dieser Kurs findet Online statt, das heißt. Daher ist folgendes zu beachten:Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren.Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses.Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein.Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein.Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden.Die “Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen.Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Chronische oder wiederkehrende Schmerzen lassen sich häufig nicht allein durch strukturelle oder biomechanische Veränderungen erklären. Forschung zeigt zunehmend, dass Lebensstilfaktoren wie Schlaf, Stress und Ernährung Schmerzprozesse beeinflussen. Diese Faktoren wirken auf neurobiologische und psychologische Mechanismen und können sowohl die Wahrnehmung als auch die Entwicklung von Schmerzen verändern. Die Weiterbildung zeigt, wie diese Einflüsse im biopsychosozialen Schmerzverständnis eingeordnet werden können. Im Online-Seminar werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich und praxisnah vermittelt. Teilnehmende erhalten einen Überblick darüber, wie Lebensstilfaktoren das Nervensystem und schmerzrelevante Regulationsmechanismen beeinflussen und welche Rolle sie bei der Entstehung und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen spielen. Besonders für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten bietet das Seminar praxisnahe Impulse für ein biopsychosoziales Arbeiten. Ein Schwerpunkt liegt darauf, wie Zusammenhänge zwischen Schlaf, Stress, Ernährung und Schmerz verständlich erklärt und sensibel im Patientengespräch thematisiert werden können. Zudem wird gezeigt, wie relevante Lebensstilfaktoren im Praxisalltag erkannt und strukturiert berücksichtigt werden können, um Patientinnen und Patienten bei realistischen Veränderungen zu unterstützen. Das kompakte Online-Format ermöglicht eine fundierte Auseinandersetzung mit aktuellen Erkenntnissen und bietet praxisnahe Perspektiven, um Schmerz nicht nur strukturell, sondern auch im Kontext alltäglicher Gewohnheiten zu betrachten. Kursinhalte Wirkmechanismen von Stress im Zusammenhang mit Schmerz und Schmerzchronifizierung Einfluss von Schlafmangel auf neurobiologische Prozesse im Schmerzsystem Rolle von Ernährung und Stoffwechsel im Schmerzkontext Klinische Hinweise zur Erfassung relevanter Lebensstilfaktoren in der physiotherapeutischen Praxis Kommunikations- und Gesprächsstrategien im physiotherapeutischen Setting Praxisnahe Ansätze zur Förderung gesundheitsbezogener Verhaltensänderungen Über PhysioBib PhysioBib ist ein Projekt der Wissenschaftskommunikation innerhalb der Physiotherapie. Ziel ist es, aktuelle Forschung verständlich, kritisch und praxisnah aufzubereiten. Durch Podcasts, Webinare sowie wissenschaftliche Dossiers entsteht eine Verbindung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem therapeutischen Alltag im deutschsprachigen Raum. Im Mittelpunkt steht dabei, komplexe Inhalte zugänglich zu machen und evidenzbasierte Perspektiven für die Praxis bereitzustellen. Zusammenfassung Diese Weiterbildung verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisrelevanten Perspektiven für den therapeutischen Alltag. Schlaf, Stress und Ernährung werden als wichtige Einflussfaktoren im Schmerzgeschehen betrachtet und in ein biopsychosoziales Verständnis eingeordnet. Teilnehmende erhalten Impulse, wie sich diese Zusammenhänge verständlich erklären und sinnvoll in physiotherapeutische Prozesse integrieren lassen. Bitte beachten: Dieser Kurs findet Online statt, das heißt. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
In der physiotherapeutischen Praxis wird Krafttraining bei unspezifischen Rückenschmerzen häufig eingesetzt. Dabei entsteht leicht der Eindruck, dass mehr Muskelkraft automatisch zu weniger Schmerz führt. Die wissenschaftliche Evidenz zeigt jedoch ein differenzierteres Bild. Zwischen Muskelkraft, funktioneller Leistungsfähigkeit und Schmerz bestehen komplexe Zusammenhänge. Diese Weiterbildung beleuchtet daher, welche Rolle Krafttraining bei unspezifischen Rückenschmerzen tatsächlich spielt und unter welchen Voraussetzungen ein gezielter therapeutischer Einsatz sinnvoll ist. Im Online-Seminar werden aktuelle Forschungsergebnisse verständlich dargestellt und für den physiotherapeutischen Alltag eingeordnet. Ein Schwerpunkt liegt auf der evolutionären Hypothese der lokalen Dekonditionierung der lumbalen Rückenstrecker. Dieser Ansatz beschreibt, wie moderne Lebens- und Bewegungsmuster zu einer verminderten Belastbarkeit bestimmter Muskelgruppen der Lendenwirbelsäule beitragen können. Darauf aufbauend wird diskutiert, in welchem Ausmaß eine solche Dekonditionierung Beschwerden beeinflussen kann. Gleichzeitig wird betrachtet, wann Krafttraining therapeutisch wirksam ist und wann andere Faktoren wie Bewegungserfahrung, Schmerzverarbeitung oder psychosoziale Aspekte stärker berücksichtigt werden sollten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der funktionellen Bedeutung der lumbalen Extensionsmuskulatur. Neben anatomischen und biomechanischen Grundlagen werden auch klinische Hinweise betrachtet, die auf eine mögliche lokale Dekonditionierung der Rückenstrecker hindeuten können. Ergänzend werden Trainingsansätze vorgestellt, die sich in den physiotherapeutischen Alltag integrieren lassen. Teilnehmende erhalten Einblicke, wie Übungen aufgebaut werden können, um die Belastbarkeit der lumbalen Muskulatur schrittweise zu verbessern und Training sinnvoll in bestehende Behandlungskonzepte einzubinden. PhysioBib versteht sich als Projekt der Wissenschaftskommunikation innerhalb der Physiotherapie und bereitet Forschung so auf, dass sie im klinischen Alltag verständlich und praktisch nutzbar wird. Kursinhalte Aktueller Forschungsstand zum Zusammenhang von Muskelkraft und Schmerz bei unspezifischem Rückenschmerz Evolutionäre und funktionelle Einordnung der lumbalen Extensionsmuskulatur Klinische Hinweise zur Identifikation lokaler Dekonditionierung der Rückenstrecker Spezifische Trainingsansätze zur gezielten Behandlung dieser Problematik im physiotherapeutischen Alltag Zusammenfassung Dieses Online-Webinar vermittelt eine wissenschaftlich fundierte Einordnung des Zusammenhangs zwischen Krafttraining, Belastbarkeit und Schmerz bei unspezifischem Rückenschmerz. Teilnehmende erfahren, wann gezieltes Training sinnvoll eingesetzt werden kann, welche Strukturen dabei im Mittelpunkt stehen und wie therapeutische Entscheidungen evidenzbasiert getroffen werden können. Bitte beachten: Dieser Kurs findet Online statt, daher ist folgendes zu berücksichtigen: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen. Bitte laden Sie die Anwendung im Vorfeld auf Ihren Desktop und informieren Sie sich kurz darüber. Das Herunterladen der App ist entscheidend für eine stabile Bildqualität während des Kurses. Eine funktionierende Kamera sowie ein funktionsfähiges Mikrofon müssen vorhanden sein. Bitte befinden Sie sich spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum. Praktische Inhalte können visuell demonstriert werden, eine haptische Kontrolle durch den Referenten ist jedoch nicht möglich. Teilnehmende können sich jederzeit freischalten und Fragen oder Antworten in die Runde geben. Während des Unterrichts kann der Referent den Chat nicht permanent verfolgen, daher bitten wir darum, das Mikrofon zu nutzen.