Lehrteam Gisela Riedel, Alexandra Hosenfeld
Eigen- und Fremdreflexe gehören zu den wichtigen Beobachtungspunkten in der entwicklungsphysiologischen und neurologischen Untersuchung im Säuglingsalter. Besonders im ersten Lebensjahr können Reflexreaktionen Hinweise darauf geben, wie sich motorische und neurologische Funktionen entwickeln. Das Webinar angeborene Fremdreflexe vermittelt einen fachlichen Überblick über die für die Befundung relevanten frühkindlichen Reflexe und Reaktionen. Im Mittelpunkt steht die Auslösung, die typische Reaktion und das zeitliche Auftreten einzelner Reflexe. Die Reflexreaktionen werden im entwicklungsneurologischen Zusammenhang betrachtet, damit Beobachtungen nicht isoliert, sondern im Kontext der kindlichen Entwicklung eingeordnet werden können. Praktische Demonstrationen an einer Übungspuppe zeigen, wie relevante Reflexe ausgelöst werden und worauf bei der Interpretation geachtet werden kann. Abschließend werden persistierende Reflexe und deren mögliche Bedeutung für spätere Entwicklungsphasen thematisiert. An ausgewählten Beispielen wird aufgezeigt, welche Auswirkungen ein Fortbestehen einzelner Reflexe haben kann und welche therapeutischen Überlegungen sich daraus ergeben können. Das Webinar ordnet diese Zusammenhänge sachlich ein und verbindet praktische Demonstration mit neurologischer Befundlogik. Kursinhalte Relevante Reflexe für die Befundung kennenlernen Auslösung, Reaktion und zeitliches Auftreten der Reflexe Reflexreaktionen entwicklungsneurologisch einordnen Praktische Demonstration an der Übungspuppe Die Weiterbildung Fremdreflexe Säugling unterstützt dabei, Reflexreaktionen differenzierter wahrzunehmen, fachlich zu beschreiben und in einen entwicklungsneurologischen Rahmen zu setzen. Der Kurs wird über die Plattform Zoom übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Übertragungsqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden, aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die Online-Teilnehmer können sich jederzeit freischalten und ihre Fragen und Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer, das Mikrofon zu nutzen.
Elementare Bewegungsmuster zugänglich zu machen, bildet die Grundidee des Bahnungskonzepts nach Riedel. Am MFZ Hannover beschäftigen sich Physiotherapeuten und Ergotherapeuten mit diesem Ansatz in Anlehnung an die Vojta-Therapie. Die Präsenzveranstaltung umfasst zwei Kursteile und betrachtet Anwendungen bei Säuglingen, Kindern, Erwachsenen und Senioren. Orthopädische, neurologische und pädiatrische Diagnosen stehen besonders im Fokus. Die Weiterbildung Bahnungskonzept nach Riedel vermittelt ein Muskeltraining, das innerhalb des Kursansatzes auf Wirbelsäule, Gelenkaktivitäten und innere Organe ausgerichtet ist. Zu den Zielen gehören die Anbahnung physiologischer Bewegungsmuster, die Regulierung des Muskeltonus und die Arbeit an Fehlstellungen beziehungsweise Haltungsasymmetrien. Dabei werden auch Menschen mit Schädigungen des zentralen Nervensystems oder des Bewegungsapparats berücksichtigt. Das Konzept greift die Reflexlokomotion auf: Ein festgelegter Reiz löst eine wiederkehrende Reaktion aus, die nicht bewusst gesteuert wird. Die Auslösung wird anhand definierter Ausgangsstellungen und Reizzonen erläutert. Welche Druckzonen und Druckrichtungen dabei eingesetzt werden, ist Gegenstand der praktischen Vermittlung. Selbsterfahrung und Übungen an der Puppe ergänzen die theoretischen Grundlagen. Erster Kursteil Prinzipien und Grundlagen der Bewegungsbahnung nach Riedel Training von Ausgangsstellungen, Druckzonen und Druckrichtungen in Rückenlage, Seitenlage, Bauchlage und „dem Päckchen“ Praktische Anwendungen an der Puppe und in Selbsterfahrung Zweiter Kursteil Aufbauend auf der erlernten Technik werden Verbindungen zu Bobath, Manueller Therapie und weiteren Therapiekonzepten hergestellt. Die Anwendung unterschiedlicher Ausgangsstellungen wird anhand verschiedener Krankheitsbilder behandelt, darunter: Haltungsasymmetrien und Skoliose Rückenbeschwerden wie bei Protrusionen Schiefhals und Schieflagesyndrome Hemi-, Tetra-, Plexusparesen und andere Formen von Paresen Parkinson und Multiple Sklerose Schwäche der Hüftmuskulatur sowie Hüftdysplasie Übungsmaterial und Umsetzung Eine Puppe ist für die Teilnahme unbedingt erforderlich, da Grifftechniken beim Säugling und beim Erwachsenen parallel vermittelt werden. Bereits nach dem ersten Kursteil ist die Anwendung des Gelernten am Patienten vorgesehen. So verbindet die praktische Arbeit die Grundlagen der Reflexlokomotion mit der Auswahl von Ausgangsstellungen und der Kombination therapeutischer Konzepte. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis der vermittelten Technik und ihren beschriebenen Einsatzmöglichkeiten über verschiedene Altersstufen hinweg.
inkl. digitalen Skript
Dieser Kurs ist als Online-oder Präsenzvariante buchbar Die Weiterbildung Pädiatrische Behandlungskonzepte vermittelt fundiertes Fachwissen zur kindlichen Entwicklung und zur Ableitung gezielter therapeutischer Maßnahmen. Sie richtet sich an Fachpersonen, die ihre diagnostischen und therapeutischen Kompetenzen im pädiatrischen Bereich vertiefen möchten. Ziel des Kurses ist es, Teilnehmende strukturiert von einer differenzierten Befundaufnahme hin zu nachvollziehbaren und praxisnahen Behandlungsstrategien zu führen. Dabei werden verschiedene pädiatrische Behandlungskonzepte miteinander verknüpft, um ein umfassendes Verständnis für Entwicklungsprozesse sowie mögliche Abweichungen zu schaffen. Im Fokus steht die sensomotorische und frühkindliche Entwicklung vom Säuglingsalter bis ins Schulalter. Die Weiterbildung verdeutlicht, wie Entwicklungsbesonderheiten im ersten Lebensjahr sowie persistierende frühkindliche Reflexe langfristige Auswirkungen auf Motorik, Verhalten und Lernprozesse haben können. Diese Zusammenhänge werden anhand altersentsprechender Befundsysteme anschaulich dargestellt und in einen klaren therapeutischen Kontext eingeordnet. Ein wesentliches Merkmal der Fortbildung ist der konzeptübergreifende Ansatz. Therapieansätze wie Bobath, Vojta, Sensorische Integration, Psychomotorik sowie weitere bewährte Konzepte werden berücksichtigt, ohne den Fokus auf eine einzelne Methode zu legen. Dadurch wird die therapeutische Entscheidungsfähigkeit gestärkt und die Entwicklung individueller, am Kind orientierter Behandlungsstrategien gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Arbeit mit unterschiedlichen Befundsystemen und motoskopischen Testverfahren. Diese werden für verschiedene Altersgruppen – vom Säugling über das Kleinkind bis hin zum Schulkind – vorgestellt, erläutert und teilweise praktisch erprobt. Ziel ist es, Entwicklungsauffälligkeiten sicher zu erkennen und therapeutische Maßnahmen nachhaltig zu planen. Die vermittelten Inhalte sind sowohl für die Arbeit mit Kindern im ersten Lebensjahr vor Erreichen der bipedalen Lokomotion als auch für ältere Kinder mit komplexen Entwicklungsverzögerungen oder orthopädischen Fragestellungen geeignet. Theorie und Praxis werden in diesem strukturierten Seminar sinnvoll miteinander verbunden, um die kindliche Entwicklung ganzheitlich zu betrachten und therapeutische Prozesse reflektiert zu gestalten. Kursinhalte Sensomotorische Entwicklung und mögliche Abweichungen Frühkindliche Reflexe mit Beispielen für Auswirkungen persistierender Reflexe auf Lernprozesse Befundung im Säuglings- und Kindesalter sowie Behandlungsplanung auf Grundlage des Lernprinzips Anbahnung physiologischer Entwicklungsschritte bei Entwicklungsverzögerungen Sensorische Integrationsstörungen mit Differenzierung zwischen Säuglings- und Schulalter Orthopädische Krankheitsbilder wie Hüftdysplasie und angeborene Fußdeformitäten Entwicklung von Haltungsasymmetrien von KISS bis Skoliose Weitere Krankheitsbilder oder Fallbeispiele nach Wunsch der Teilnehmenden Therapieplanung unter Einbezug von Bobath-, Vojta-, Psychomotorik- und SI-Konzepten Die Weiterbildung Pädiatrische Behandlungskonzepte bietet eine fundierte, praxisnahe und konzeptübergreifende Auseinandersetzung mit Entwicklungsprozessen im Kindesalter und unterstützt eine sichere sowie reflektierte therapeutische Arbeit. Bitte beachten: Dieser Kurs findet hybrid statt, das heißt, er wird sowohl Online als auch in Präsenz angeboten. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Online-Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und wie ein “Präsenz-Teilnehmer” Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
inkl digitalem Skript
Elementare Bewegungsmuster zugänglich zu machen, bildet die Grundidee des Bahnungskonzepts nach Riedel. Am MFZ Hannover beschäftigen sich Physiotherapeuten und Ergotherapeuten mit diesem Ansatz in Anlehnung an die Vojta-Therapie. Die Präsenzveranstaltung umfasst zwei Kursteile und betrachtet Anwendungen bei Säuglingen, Kindern, Erwachsenen und Senioren. Orthopädische, neurologische und pädiatrische Diagnosen stehen besonders im Fokus. Die Weiterbildung Bahnungskonzept nach Riedel vermittelt ein Muskeltraining, das innerhalb des Kursansatzes auf Wirbelsäule, Gelenkaktivitäten und innere Organe ausgerichtet ist. Zu den Zielen gehören die Anbahnung physiologischer Bewegungsmuster, die Regulierung des Muskeltonus und die Arbeit an Fehlstellungen beziehungsweise Haltungsasymmetrien. Dabei werden auch Menschen mit Schädigungen des zentralen Nervensystems oder des Bewegungsapparats berücksichtigt. Das Konzept greift die Reflexlokomotion auf: Ein festgelegter Reiz löst eine wiederkehrende Reaktion aus, die nicht bewusst gesteuert wird. Die Auslösung wird anhand definierter Ausgangsstellungen und Reizzonen erläutert. Welche Druckzonen und Druckrichtungen dabei eingesetzt werden, ist Gegenstand der praktischen Vermittlung. Selbsterfahrung und Übungen an der Puppe ergänzen die theoretischen Grundlagen. Erster Kursteil Prinzipien und Grundlagen der Bewegungsbahnung nach Riedel Training von Ausgangsstellungen, Druckzonen und Druckrichtungen in Rückenlage, Seitenlage, Bauchlage und „dem Päckchen“ Praktische Anwendungen an der Puppe und in Selbsterfahrung Zweiter Kursteil Aufbauend auf der erlernten Technik werden Verbindungen zu Bobath, Manueller Therapie und weiteren Therapiekonzepten hergestellt. Die Anwendung unterschiedlicher Ausgangsstellungen wird anhand verschiedener Krankheitsbilder behandelt, darunter: Haltungsasymmetrien und Skoliose Rückenbeschwerden wie bei Protrusionen Schiefhals und Schieflagesyndrome Hemi-, Tetra-, Plexusparesen und andere Formen von Paresen Parkinson und Multiple Sklerose Schwäche der Hüftmuskulatur sowie Hüftdysplasie Übungsmaterial und Umsetzung Eine Puppe ist für die Teilnahme unbedingt erforderlich, da Grifftechniken beim Säugling und beim Erwachsenen parallel vermittelt werden. Bereits nach dem ersten Kursteil ist die Anwendung des Gelernten am Patienten vorgesehen. So verbindet die praktische Arbeit die Grundlagen der Reflexlokomotion mit der Auswahl von Ausgangsstellungen und der Kombination therapeutischer Konzepte. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis der vermittelten Technik und ihren beschriebenen Einsatzmöglichkeiten über verschiedene Altersstufen hinweg.
inkl. digitalen Skript