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IVRT® Vertiefungskurs - Okulomotorik in der Vestibulären Rehabilitation
Optometrische Befunderhebung und gezieltes Sehtraining bei visuell-vestibulären Störungen

Wenn vestibuläre Übungen nicht den gewünschten Erfolg erzielen, kann eine ergänzende Untersuchung des visuellen Systems therapeutisch sinnvoll sein. Das gilt besonders bei zentral-vestibulären Störungen, nach einer Concussion beziehungsweise Gehirnerschütterung und bei Begleitsymptomen wie visueller Überreizbarkeit, Kopfschmerzen sowie Lese- oder Konzentrationsproblemen. Unentdeckte Defizite der Konvergenz oder Sakkaden können die zentrale Kompensation erschweren.

Der zweitägige Präsenzkurs in Hannover verbindet neuroanatomisches Fachwissen mit intensivem praktischem Methodentraining. Die Teilnehmenden lernen, das visuelle und okulomotorische System strukturiert zu befunden, optometrische Basisverfahren anzuwenden und visuelle Trainingsansätze in bestehende vestibuläre Therapiekonzepte zu integrieren.

Tag 1: Neuroanatomie, Befundung und Screening

  • Zentrale Steuerung der Okulomotorik vom Hirnstamm bis zu den kortikalen Augenfeldern
  • Funktionelle Verschaltung von Vestibularis- und Augenmuskelkernen
  • Sakkaden, glatte Blickfolge, optokinetischer Nystagmus und Vergenzbewegungen
  • Okulomotorische Störungen bei zentralen Pathologien und nach Schädel-Hirn-Traumata
  • Videoanalysen zum Erkennen visueller Red Flags
  • Vestibulookuläre Befundung zur Differenzierung peripherer, zentraler und okulomotorischer Defizite
  • Cover-Test zur Beurteilung von Binokularfunktion und latenten Fehlstellungen
  • Messung des Konvergenznahpunktes und Prüfung der Akkommodation mittels Push-up- und Push-away-Methode
  • Bewertung visueller Belastbarkeit bei Folgebewegungen und Sakkaden
  • Abgrenzung zwischen therapeutischer Intervention und Zuweisung zu Augenarzt oder Optometristen

Tag 2: Visuelles Training und klinischer Transfer

  • Vergenztraining mit Pen Push-ups und Brock String
  • Sakkaden- und Folgebewegungsübungen mit Hart Charts und Fixationszielen
  • Akkommodationstraining durch Nah-Fern-Wechsel
  • Anti-Sakkaden-Training zur Förderung zentraler Inhibition und exekutiver Kontrolle
  • Kombination okulomotorischer und vestibulärer Aufgaben, beispielsweise VOR-Suppression
  • Integration des Augen- und Koordinationstrainings in vestibuläre Therapiekonzepte
  • Dosierung, Steuerung der Trainingsintensität und Vermeidung therapeutischer Überlastung
  • Interaktive Fallarbeit zu komplexen Profilen wie Post-Concussion-Syndrom und zerebellären Störungen
  • Erarbeitung individueller Trainingspläne vom Erstbefund bis zur Übungsauswahl
  • Praktisches Üben der Untersuchungstechniken und Anleitungen in Kleingruppen

Lernziele des Vertiefungskurses

Nach dem Kurs können die Teilnehmenden das Zusammenspiel des visuellen, okulomotorischen und vestibulären Systems erläutern und für die Patientenkommunikation nutzen. Sie führen eine systematische okulomotorische Befunderhebung und ein optometrisches Basisscreening mit Konvergenznahpunkt, Cover-Test und Akkommodationsprüfung durch. Relevante Defizite werden differenziert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Rehabilitation eingeordnet.

Darauf aufbauend können spezifische Trainingsprogramme mit Brock String, Hart Charts, VOR-Übungen und optokinetischen Reizen konzipiert werden. Die Belastungsparameter werden an die neurologische Kapazität des Patienten angepasst. Gleichzeitig vermittelt der Kurs die notwendige Schnittstellenkompetenz, um die Grenzen therapeutischer Maßnahmen zu erkennen und bei Bedarf eine fachärztliche oder optometrische Abklärung zu veranlassen.

Kurstermine 2

  •  
    Ort / Raum
    • 1
    • Freitag, 10. September 2027
    • 09:00 – 17:00 Uhr
    • MFZ Hannover GmbH & Co. KG
    1 Freitag 10. September 2027 09:00 – 17:00 Uhr MFZ Hannover GmbH & Co. KG
    • 2
    • Samstag, 11. September 2027
    • 09:00 – 17:00 Uhr
    • MFZ Hannover GmbH & Co. KG
    2 Samstag 11. September 2027 09:00 – 17:00 Uhr MFZ Hannover GmbH & Co. KG

IVRT® Vertiefungskurs - Okulomotorik in der Vestibulären Rehabilitation
Optometrische Befunderhebung und gezieltes Sehtraining bei visuell-vestibulären Störungen

Wenn vestibuläre Übungen nicht den gewünschten Erfolg erzielen, kann eine ergänzende Untersuchung des visuellen Systems therapeutisch sinnvoll sein. Das gilt besonders bei zentral-vestibulären Störungen, nach einer Concussion beziehungsweise Gehirnerschütterung und bei Begleitsymptomen wie visueller Überreizbarkeit, Kopfschmerzen sowie Lese- oder Konzentrationsproblemen. Unentdeckte Defizite der Konvergenz oder Sakkaden können die zentrale Kompensation erschweren.

Der zweitägige Präsenzkurs in Hannover verbindet neuroanatomisches Fachwissen mit intensivem praktischem Methodentraining. Die Teilnehmenden lernen, das visuelle und okulomotorische System strukturiert zu befunden, optometrische Basisverfahren anzuwenden und visuelle Trainingsansätze in bestehende vestibuläre Therapiekonzepte zu integrieren.

Tag 1: Neuroanatomie, Befundung und Screening

  • Zentrale Steuerung der Okulomotorik vom Hirnstamm bis zu den kortikalen Augenfeldern
  • Funktionelle Verschaltung von Vestibularis- und Augenmuskelkernen
  • Sakkaden, glatte Blickfolge, optokinetischer Nystagmus und Vergenzbewegungen
  • Okulomotorische Störungen bei zentralen Pathologien und nach Schädel-Hirn-Traumata
  • Videoanalysen zum Erkennen visueller Red Flags
  • Vestibulookuläre Befundung zur Differenzierung peripherer, zentraler und okulomotorischer Defizite
  • Cover-Test zur Beurteilung von Binokularfunktion und latenten Fehlstellungen
  • Messung des Konvergenznahpunktes und Prüfung der Akkommodation mittels Push-up- und Push-away-Methode
  • Bewertung visueller Belastbarkeit bei Folgebewegungen und Sakkaden
  • Abgrenzung zwischen therapeutischer Intervention und Zuweisung zu Augenarzt oder Optometristen

Tag 2: Visuelles Training und klinischer Transfer

  • Vergenztraining mit Pen Push-ups und Brock String
  • Sakkaden- und Folgebewegungsübungen mit Hart Charts und Fixationszielen
  • Akkommodationstraining durch Nah-Fern-Wechsel
  • Anti-Sakkaden-Training zur Förderung zentraler Inhibition und exekutiver Kontrolle
  • Kombination okulomotorischer und vestibulärer Aufgaben, beispielsweise VOR-Suppression
  • Integration des Augen- und Koordinationstrainings in vestibuläre Therapiekonzepte
  • Dosierung, Steuerung der Trainingsintensität und Vermeidung therapeutischer Überlastung
  • Interaktive Fallarbeit zu komplexen Profilen wie Post-Concussion-Syndrom und zerebellären Störungen
  • Erarbeitung individueller Trainingspläne vom Erstbefund bis zur Übungsauswahl
  • Praktisches Üben der Untersuchungstechniken und Anleitungen in Kleingruppen

Lernziele des Vertiefungskurses

Nach dem Kurs können die Teilnehmenden das Zusammenspiel des visuellen, okulomotorischen und vestibulären Systems erläutern und für die Patientenkommunikation nutzen. Sie führen eine systematische okulomotorische Befunderhebung und ein optometrisches Basisscreening mit Konvergenznahpunkt, Cover-Test und Akkommodationsprüfung durch. Relevante Defizite werden differenziert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Rehabilitation eingeordnet.

Darauf aufbauend können spezifische Trainingsprogramme mit Brock String, Hart Charts, VOR-Übungen und optokinetischen Reizen konzipiert werden. Die Belastungsparameter werden an die neurologische Kapazität des Patienten angepasst. Gleichzeitig vermittelt der Kurs die notwendige Schnittstellenkompetenz, um die Grenzen therapeutischer Maßnahmen zu erkennen und bei Bedarf eine fachärztliche oder optometrische Abklärung zu veranlassen.

14.08.26 07:06:44