Zertifiziert nach § 20 SGB V durch die Krankenkassen/Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP)Das Zertifikat wird nach erfolgreichem Abschluss der gesamten Kursreihe vergeben. Die Organgymnastik (OGYM) verbindet auf einzigartige Weise Bewegung, Atmung und Wahrnehmung und wird damit zu einem ganzheitlichen Training für Körper und Geist. Ursprünglich in den 1950er Jahren von Senta und Hinrich Medau an der Medau Schule entwickelt. Im Mittelpunkt steht die wechselseitige Wirkung zwischen individueller Bewegung und bewusster Atmung. Heute wird OGYM durch viele therapeutische Aspekte aus der Physiotherapie und Gesundheitsprävention ergänzt und ist aktueller denn je. Bewusste, fließende Bewegungsabläufe, achtsames Atmen, sensorische Wahrnehmungsübungen stärken nicht nur die körperliche Funktionsfähigkeit, sondern auch die psychische Stabilität und Resilienz im Alltag. Damit ist die Ausbildung zur „Kursleitung Organgymnastik“ eine zeitgemäße Zusatzqualifikation für TherapeutInnen, die ihre Patienten in der Einzel- oder Gruppenbehandlung ganzheitlich unterstützen wollen. Diese praxisorientierte Kursleiter Ausbildung vermittelt die Kompetenz, Organgymnastik (OGYM) mit einem fundierten medizinischen Verständnis zu unterrichten und gezielt im therapeutischen Kontext einzusetzen. Behandelt werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungskompetenzen. Die Reflexion der eigenen Unterrichtspraxis sowie individuelles Feedback unterstützen die Weiterentwicklung der Lehrfähigkeit und des methodischen Vorgehens. OGYM-Kurse anbieten nach §20 SGB V Einweisung ins Kurskonzept: Wir erleichtern dir das Zertifizierungsverfahren, indem wir dir Kurskonzept und Einweisung ins Programm am Ende der Kursreihe zur Verfügung stellen. Kursaufbau Basiskurs: 16 UE Aufbaukurs 1: 38 UE Aufbaukurs 2: 16 UE Gesamt: 70 UE Abschluss: Kenntnisnachweis / schriftliche Ausarbeitung einer Lehrstunde Aufbaukurs 1 – OGYM im therapeutischen Kontext - Anpassung und Anwendung Ziel dieses Kurses ist die Entwicklung eines fundierten Verständnisses dafür, wie OGYM im therapeutischen Kontext sicher, individuell angepasst und effektiv eingesetzt werden kann. Der erste Aufbaukurs vertieft die Grundlagen der OGYM Praxis. Im Mittelpunkt stehen die Anpassung der Bewegungen an unterschiedliche Beschwerdebilder, das Verständnis biomechanischer Zusammenhänge sowie die Integration der Atmung in den Heilungsprozess. Biomechanik und Anatomie: Vertieftes Verständnis der biomechanischen, anatomischen und psychosozialen Zusammenhänge in der OGYM Praxis. OGYM bei spezifischen Beschwerdebildern: Anpassung grundlegender Bewegungen. Atmung und Heilungsprozesse: Einfluss der Atmung auf Heilungsprozesse und allgemeines Wohlbefinden. Sicherheitsrichtlinien und Kontraindikationen: Umgang mit Einschränkungen, Anpassung an spezifische Krankheitsbilder, Erkennen von Grenzen und sichere Anpassung der Übungen. Vertiefung der therapeutischen Kompetenz OGYM in der Fortbewegung / Raumwege Arbeiten an Bewegungsverbindungen, -übergängen und Bewegungsabläufen Anleiten in Partnerarbeit und in kleinen Gruppen
Absteigende Bahnen spielen eine wesentliche Rolle bei der motorischen Steuerung des Körpers. Über verschiedene Systeme werden Informationen vom Gehirn weitergeleitet und in die Regulation von Haltung und Bewegung eingebunden. Das Verständnis dieser neurophysiologischen Prozesse bildet eine wichtige Grundlage, um motorische Funktionen und ihre Steuerung differenziert einordnen zu können. In diesem Online-Seminar beschäftigst du dich intensiv mit den absteigenden Bahnen des Gehirns. Im Mittelpunkt stehen die lateralen und medialen Systeme, ihre Funktionen und ihre Bedeutung für die Generierung von Haltung und Bewegung. Einführung in die absteigenden Bahnen: Definition und Funktion der absteigenden Bahnen Überblick über die lateralen und medialen Systeme Anschließend wird betrachtet, wie einströmende Informationen im Gehirn verarbeitet werden und auf welcher Grundlage daraus motorische Reaktionen entstehen. Dabei steht insbesondere die Rolle der absteigenden Bahnen bei der Steuerung von Haltung und Bewegung im Fokus. Generierung von Haltung und Bewegung: Verarbeitung der einströmenden Informationen im Gehirn Rolle der absteigenden Bahnen bei der Generierung von Haltung und Bewegung Um die unterschiedlichen Systeme differenziert betrachten zu können, wird außerdem die aktuelle Nomenklatur der absteigenden Bahnen thematisiert. Verschiedene Klassifikationen, Bezeichnungen und Terminologien werden dabei eingeordnet. Aktuelle Nomenklatur der absteigenden Bahnen: Vorstellung der gängigen Klassifikationssysteme Erläuterung der verschiedenen Bezeichnungen und Terminologien Besonderheiten der lateralen Systeme: Funktionen und Aufgaben der lateralen Bahnen Unterschiede zwischen den einzelnen lateralen Bahnen Besonderheiten der medialen Systeme: Funktionen und Aufgaben der medialen Bahnen Unterschiede zwischen den einzelnen medialen Bahnen Das Online-Seminar vermittelt damit einen strukturierten Überblick über die Neurophysiologie der absteigenden Bahnen. Die Gegenüberstellung lateraler und medialer Systeme verdeutlicht deren unterschiedliche Aufgaben und ihr Zusammenspiel bei der motorischen Steuerung. Dadurch lassen sich Zusammenhänge zwischen Informationsverarbeitung, Haltung und Bewegung gezielt vertiefen. Bitte beachten: Dieser Kurs findet Online statt, das heißt. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Die N.A.P.®-Methode verbindet Erkenntnisse aus Orthopädie und Neurologie zu einem ganzheitlichen Bewegungskonzept. Funktionelle Aktivität dient als Grundlage, um Körperfunktionen zu verbessern und strukturelle Anpassungsprozesse anzuregen. Patientinnen und Patienten werden aktiv in den Lernprozess eingebunden. Als interdisziplinärer Ansatz wird N.A.P.® in zahlreichen therapeutischen Bereichen eingesetzt – von der neurologischen Rehabilitation bis hin zur sportphysiotherapeutischen Prävention. Der Kurs vermittelt, wie neurophysiologische Mechanismen und manualtherapeutische Techniken sinnvoll kombiniert werden. Behandlungsspektrum Chronische Schmerzbilder: Migräne, Tinnitus, Schwindel, Fibromyalgie Orthopädische Diagnosen: Arthrosen, Bandscheibenvorfälle, Endoprothetik, CMD Traumatische Verletzungen: Band-/Kapselschäden, Schleudertrauma, Plexusverletzungen Neurologische Störungen: Schlaganfall, MS, SHT, Parkinson Beeinträchtigte Vitalfunktionen: Atmung, Schlucken, Nahrungsaufnahme Die Weiterbildung ist stark praxisorientiert (70 %). Theorieinhalte dienen unmittelbar der Anwendung am Patienten. Ausbildungsaufbau Modul 1: LWS, Becken & untere Extremität – 25 FP Modul 2: HWS, BWS, Kiefer & obere Extremität – 25 FP Modul 3: Klinisches Modul – 40 FP Inhalte Modul 1 Dynamischer Übergang vom Stand zur Fortbewegung Gangklassifikation nach N.A.P. Optimierte Hebe- und Bückmuster Eigentraining in variablen Trainingsformen Inhalte Modul 2 Greif- und Haltefunktionen Stütz- und Belastungsaktivitäten Kopf- und Schultergürtelkontrolle Selbsttraining für Alltag und Therapie
Körperorientierte Akupressur für funktionelle und stressassoziierte Beschwerdebilder Jin Shin Do® Bodymind Acupressure® ist eine ganzheitliche, non-invasive Methode der manuellen Körperarbeit. Sie verbindet Akupressur und Meridianlehre der Traditionellen Chinesischen Medizin mit westlichen Konzepten der Körperarbeit, Schmerzverarbeitung und Stressregulation. Die Methode arbeitet druckpunktbasiert, ruhig und ohne Manipulation und unterstützt Regulationsprozesse des Nervensystems. Nutzen für die physiotherapeutische und ergotherapeutische Praxis Sie bietet eine wirkungsvolle und zugleich sanfte Möglichkeit, das therapeutische Arbeiten in der Physiotherapie und Ergotherapie gezielt zu erweitern. Als ergänzende Methode zu aktiven und passiven Therapieverfahren lässt sie sich besonders gut in bestehende Behandlungsansätze integrieren und eröffnet neue Optionen im Umgang mit chronischen sowie komplexen Beschwerdebildern. Durch die achtsame Behandlungstechnik wird die Körperwahrnehmung der Patient:innen gefördert, Regulation unterstützt und die Mitarbeit im Therapieprozess nachhaltig verbessert. Gleichzeitig überzeugt Jin Shin Do durch eine hohe Akzeptanz bei Patient:innen und eignet sich ideal als ergänzendes Element in der täglichen Praxis. Die Methode ist vielseitig einsetzbar und hervorragend kombinierbar – unter anderem mit Krankengymnastik (KG), Manueller Therapie (MT), Schmerztherapie, ergotherapeutischen Maßnahmen sowie Atem- und Entspannungsverfahren. Damit stellt der Kurs eine wertvolle Bereicherung für Therapeut:innen dar, die ihr Methodenspektrum erweitern und ihre Behandlungen noch ganzheitlicher gestalten möchten. Jin Shin Do® ist eine strukturierte, sanfte Ergänzung zu funktionellen Behandlungsansätzen – insbesondere bei chronischen Schmerzen, muskulären Spannungsmustern und stressbedingten Beschwerden. Anwendungsbereiche Jin Shin Do® Bodymind Acupressure® eignet sich besonders zur begleitenden Anwendung bei: muskulären und faszialen Spannungszuständen funktionellen Beschwerden des Bewegungsapparates stress- und haltungsbedingten Schmerzmustern chronischen oder rezidivierenden Beschwerden eingeschränkter Körperwahrnehmung und Atemregulation Abschluss und Anerkennung Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie den Abschluss als Registered Jin Shin Do® Acupressurist. Die Ausbildung ist anerkannt durch die Jin Shin Do® Foundation (USA) und erfüllt damit einen international etablierten Qualitätsstandard. Dadurch ist die Qualifikation weltweit vergleichbar und bietet Ihnen eine fundierte Grundlage für die Anwendung im therapeutischen Kontext. Selbstverständlich erhalten Sie einen Fortbildungsnachweis mit Stundenangabe, der Ihre Weiterbildung transparent dokumentiert. Darüber hinaus profitieren Sie von fortlaufenden Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb des Jin-Shin-Do®-Netzwerks, sodass Sie Ihre Kompetenzen langfristig vertiefen und Ihr Fachwissen kontinuierlich erweitern können. Registered Jin Shin Do® Acupressurist Anerkannt durch die Jin Shin Do® Foundation (USA) Internationale Vergleichbarkeit der Ausbildung Fortbildungsnachweis mit Stundenangabe Fortlaufende Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb des Jin-Shin-Do®-Netzwerks Inhalte der Gesamtausbildung (über 300 Stunden) Die Ausbildung folgt den internationalen Standards der Jin Shin Do® Foundation und umfasst u. a.: Grundlagen, Philosophie, Ethik und Wirkprinzipien von Jin Shin Do® Meridianlehre und Akupressurpunkte Kombination von Nah- und Fernpunkten Arbeit mit emotionalen, faszialen und körperlichen Spannungsmustern Body-Mind-Zusammenhänge aus physiotherapeutischer Perspektive Achtsame Berührung und verbale Begleitung Grenzen, Indikationen und Kontraindikationen im physiotherapeutischen Kontext Selbsterfahrung, Partnerarbeit, Praktischer Erfahrung am Klienten und Supervision Integration in den physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Praxisalltag Ausbildungsformat: Kombination aus Präsenz und Online-Modulen Die Ausbildung ist eine Kombination aus Präsenz und Online-Modulen. Dadurch können Inhalte sowohl intensiv im direkten praktischen Austausch vor Ort erarbeitet als auch flexibel im Online-Format vertieft und begleitet werden. Ausbildungsaufbau ➤ ca. 300 Unterrichtseinheiten bestehend aus: Präsenzunterricht praktischer Übungszeit Selbsterfahrung Supervision Plus 120 Stunden dokumentierter Praxisarbeit Modul I Basiskurs 40 Zeitstunden = 53,3 UE Intermediate 56,5 Zeitstunden = ca. 75,2 UE Prozessbegleitung min. 25 Zeitstunden = 33 UE Advanced min. 30 Zeitstunden = 40 UE Modul II Masterclass min. 35 Zeitstunden = 46 UE Integration der Grundtheorien min. 30 Zeitstunden = 40 UE Plus 10 Sessions bekommen 120 Zeitstunden in gegebenen Sessions Prüfung Prüfung (70-90 min) mit autorisiertem Teacher bei 10 TN 13 Zeitstunden = 17,2 UE Alles wird in einem Studienzettel erfasst, dieser wird zum Abschluss der Ausbildung an die JSDF geschickt, um das Zertifikat zu beantragen Zertifikat der Jin Shin Do® Foundation 50€ Kosten und Zahlungsmodalitäten Die gesamte Ausbildung kostet 5400 €. Diese müssen nicht sofort bezahlt werden, sondern werden monatlich in Raten von 249 über 22 Monate bezahlt. Dadurch bleibt die Weiterbildung auch finanziell gut planbar und ist besonders gut in den Berufsalltag integrierbar. Kurszeiten Online Mi: 3,5 Std. = 4,5 UE 17.00 bis 21.00 Uhr (30 min Pause) Kurszeiten Präsenz (flexible Kaffeepause am Vor- und Nachmittag in den UE inkludiert) Freitag: 14.00 bis ca. 19.00 Uhr (30 min Pause) 4,5 Std.= 6 UE Samstag: 7,5 Std. = 10 UE 9.00 bis ca.18.00 Uhr (90 min Pause) Sonntag: 4,5 Std. = 6 UE 9.00 bis 14.00 Uhr (30 min Pause) Termine 2027 (übersichtlich) Hinweis: UE sind die Unterrichtseinheiten und entsprechen gleichzeitig den Fortbildungspunkten. Basis Termin Format Stunden UE (= Fortbildungspunkte) 22.-24. JanuarBasis - Präsenz16,5 Std.22 UE Mi 17. FebruarBasis - Online3,5 Std.4,6 UE 12.-14. MärzBasis - Präsenz16,5 Std.22 UE Mi 14. AprilBasic – Online3,5 Std.4,6 UE Intermediate Termin Format Stunden UE (= Fortbildungspunkte) 21.-23. MaiIntermediate -Präsenz16,5 Std.22 UE Mi 16. JuniIntermediate – Online3,5 Std.4,6 UE 02.-04. JuliIntermediate -Präsenz16,5 Std.22 UE Mi 25. AugustIntermediate – Online3,5 Std.4,6 UE 17.-19.SeptemberIntermediate -Präsenz16,5 Std.22 UE Prozessbegleitung / Advanced Termin Format Stunden UE (= Fortbildungspunkte) Mi 13.OktoberProzessbegleitung – online3,5 Std.4,6 UE 12.-14.NovemberProzessbegleitung – Präsenz16,5 Std.22 UE Mi 08. DezemberAdvanced – online3,5 Std.4,6 UE Termine 2028 (übersichtlich) Hinweis: UE sind die Unterrichtseinheiten und entsprechen gleichzeitig den Fortbildungspunkten. Advanced / Prozess / Masterclass Termin Format Stunden UE (= Fortbildungspunkte) 21.-23. JanuarAdvanced – Präsenz16,5 Std.22 UE Mi 16. FebruarProzess – Online3,5 Std.4,6 UE 17.-19. MärzAdvanced Präsenz Prozess Präsenz Masterclass Präsenz10 Std. / 1,5 Std / 5 Std.13,4 UE / 2 UE / 6,6 UE Sessions (kein Unterricht) Termin Inhalt Hinweis 30.März-2. AprilSession von Katrin oder einer Kollegin bekommenkein Unterricht 28.-30. AprilSession von Katrin oder einer Kollegin bekommenkein Unterricht Masterclass / Integration Termin Format Stunden UE (= Fortbildungspunkte) 12.-14. MaiMasterclass -Präsenz16,5 Std.22 UE Mi 14. JuniMasterclass – Online3,5 Std.4,6 UE 14.-16. JuliIntegration – Präsenz16,5 Std.22 UE Mi 16. AugustIntegration – online3,5 Std.4,6 UE Prüfung / Masterclass / Integration Termin Format Stunden UE (= Fortbildungspunkte) 8.-10. SeptemberPrüfung / Masterclass – Präsenz6,5 Std. / 10 Std.8,6 UE / 13,4 UE 13.-15.OktoberPrüfung / Integration – Präsenz6,5 Std. / 10 Std.8,6 UE / 13,4 UE Gesamt 229,5 Std.=305 UE
Dieser Kurs ist als Online-oder Präsenzvariante buchbar In diesem Praxiskurs im MFZ Hannover werden die Haupterkrankungen in der Neurologie spezifisch analysiert und ein gezieltes Vorgehen für die Hauptsymptome anschaulich demonstriert. Der Kursteilnehmer lernt, die wichtigsten motorischen Probleme der verschiedenen Erkrankungen zu erkennen und zu behandeln. Damit bietet das MFZ Hannover eine praxisnahe Fortbildung für den therapeutischen Alltag. Mit bewährten Übungen und Training, das sowohl in der Praxis als auch in der Klinik und sogar im Hausbesuch leicht anwendbar ist, vermittelt der Kurs ein einfaches, aber gezieltes Handwerkszeug für die entsprechenden Erkrankungen. Der praxisorientierte Ansatz unterstützt dabei, das Erlernte direkt umzusetzen. Er ist gleichermaßen für erfahrene Therapeuten in der Neurologie als auch für unerfahrene Kollegen geeignet und richtet sich an alle, die ihr neurologisches Behandlungsspektrum im MFZ Hannover erweitern möchten. Der Kurs zeichnet sich durch einen hohen Praxisanteil mit ressourcen-orientierten Therapieansätzen aus. Kursinhalte neurologische Haupterkrankungen erkennen (M. Parkinson, Multiple Sklerose, Schlaganfall, andere nach Bedarf) Eigenübungen entwickeln ICF-Befundung mittels Assessments von neurologischen Krankheitsbildern, wie M. Parkinson, Z.n. Apoplex, M. Sklerose, Querschnitt, PNP, und andere nach Bedarf Bewährte Übungen und gezieltes Training für die genannten Krankheitsbilder Dehnungen und Kräftigung Gleichgewichtstraining Gezieltes Gangtraining Alltagsorientierte Übungen auch für die obere Extremität Bitte beachten: Dieser Kurs findet hybrid statt, das heißt, er wird sowohl Online als auch in Präsenz angeboten. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Online-Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und wie ein “Präsenz-Teilnehmer” Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Die Weiterbildung PNF für Ergotherapeuten vermittelt fundiertes Wissen zur propriozeptiven neuromuskulären Fazilitation. Die propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (PNF) ist ein Konzept, welches durch gezielte Handgriffe innerhalb einer Aktivität, wie z.B. beim Anziehen, das motorische Lernen fördert. Der Patient erhält durch die verschiedenen Techniken das notwendige Feedback über Rezeptoren (propriozeptives System), um das Wiedererlernen einer Aktivität zu erleichtern. PNF steht für Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation. Das Üben von sinnvollen Aktivitäten steht im Vordergrund dieser Kurse. Da Patienten in der heutigen Zeit nicht mehr solange bettlägerig sind und PNF auch Anwendung bei ambulanten Patienten, sowie im häuslichen und sportlichen Umfeld findet, ist die Behandlung in liegender Positionen nicht mehr zeitgemäß. Technischer Fortschritt ermöglicht frühe Belastungen auch mit modernen Hilfsmitteln, die physiologische Bewegungsabläufe fördern. Die Therapiemethoden sind darauf abgezielt diese zu unterstützen. Im Sinne der internationalen Klassifikation von Funktionen (ICF), wird im Prozess des Clinical Reasonings analysiert welche Körperstrukturen wie funktionieren müssen, um Alltagsaktivitäten bestmöglich, orientiert an den individuellen Bedürfnissen und Potenzialen des Patienten, zu fördern (fazilitieren). Die Rolle der Propriozeptoren als Feedbackrezeptoren, die auf Druck und Zug reagieren, sowohl zum Schutz der Körperstrukturen als auch um die automatische und unbewusste Haltungskontrolle des Organismus zu gewährleisten, bestimmt die methodische Vorgehensweisen dieser Therapie. Die Hände des Therapeuten werden nur, wenn nötig, dort wo nötig eingesetzt, um das Gehirn Rückmeldung zu erteilen wie eine Bewegung erfolgen kann. Sie werden nicht - dem traditionellem Reiz-Reaktionsmodell des vorigen Jahrhunderts folgend - genutzt, um Bewegungen „anzubahnen.“ Kursinhalte PNF-Prinzipien und -Techniken Rumpf- und Schulterblattkontrolle PNF-Muster der oberen Extremität ADL: Transfers, Stützen, Greifen, Intimpflege Fazilitation der mimischen und der Atemmuskulatur Zusammenfassung Die PNF Fortbildung im Präsenzkurs bietet Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten praxisorientierte Methoden, um mit minimaler manueller Hilfe effektives motorisches Lernen zu unterstützen. Durch die Kombination aus theoretischen Grundlagen und praxisnahen Übungen ermöglicht diese Fortbildung PNF-Techniken Fortbildung inklusive ADL-Übungen eine zielgerichtete Anwendung im klinischen und ambulanten Umfeld. Somit fördert die Weiterbildung PNF Ergotherapie nachhaltige Therapieerfolge und erweitert das Behandlungsspektrum in der Ergotherapie.
Dieser Kurs ist als Online-oder Präsenzvariante buchbarDieser Kurs bietet eine fundierte und praxisorientierte Weiterbildung, die umfassend in das Thema Ataxie einführt. Teilnehmende erhalten detaillierte Einblicke in die neurophysiologischen Hintergründe ataktischer Bewegungsstörungen und erlernen ein systematisches Verständnis der zugrunde liegenden Krankheitsbilder. Die Schulung verbindet theoretische Grundlagen mit konkreten Fallbeispielen aus der Praxis und legt besonderen Wert auf eine nachvollziehbare Darstellung von Diagnostik und Befundung. Im Verlauf der Fortbildung werden zentrale Befundmethoden erläutert, um Kompensationsstrategien von Betroffenen zu erkennen und differenziert zu beurteilen. Anschließend richtet sich der Fokus auf die Entwicklung und Anwendung effektiver Behandlungsstrategien für die obere und untere Extremität. Der modulare Aufbau der Veranstaltung ermöglicht es, unterschiedliche methodische Ansätze – von Gleichgewichts‑ und Koordinationstraining über Wahrnehmungsschulung bis hin zu gerätegestützter Therapie – systematisch zu vermitteln. Videobeispiele unterstützen die Übertragung theoretischer Konzepte in die praktische Umsetzung und fördern einen intensiven Lerntransfer. Welche Krankheitsbilder führen zu einer Ataxie? Was sind die Kompensationsstrategien, die die Patienten benutzen. Wie befunde ich eine ataktische Bewegungsstörung? Vermittlung wichtiger Behandlungsstrategien für obere und untere Extremität Vorstellung alltagserleichternder Hilfsmittel Gleichgewichtstraining, Koordinationstraining und Wahrnehmungsschulung Darstellung spezieller Möglichkeiten der Sport‑ und Trainingstherapie sowie gerätegestützte Therapie Viele Videobeispiele machen den Kurs zu einem spannenden Praxiskurs Die Fortbildung legt besonderen Wert auf einen engen Praxisbezug: Jede theoretische Einheit wird durch praktische Übungen ergänzt, die im Gruppenkontext gemeinsam erprobt werden. Dabei lernen Teilnehmende, individuelle Therapieziele abzuleiten und anzuwenden sowie patientenspezifische Anpassungen vorzunehmen. Der Einsatz anschaulicher Videoanalysen fördert die Reflexion eigener Beobachtungs- und Interventionskompetenzen. Abschließend fasst die Veranstaltung die vermittelten Inhalte zusammen und verdeutlicht, wie sich die erworbenen Kenntnisse unmittelbar in die tägliche Arbeit integrieren lassen. Durch den strukturierten Aufbau dieser Fortbildung erwerben Fachkräfte nicht nur fundiertes Wissen, sondern auch praktische Fertigkeiten, um Ataxie nachhaltig und zielgerichtet zu behandeln.Dieser Kurs ist als Online-oder Präsenzvariante buchbar
Die Fortbildung Fachtherapeut Multimodale Schmerztherapie und Traumabewältigung vermittelt fundiertes Fachwissen und praxisorientierte Methoden für eine ganzheitliche, evidenzbasierte Schmerzbehandlung. Auf Grundlage von über 15 Jahren Erfahrung in schmerztherapeutischer Praxis, Lehre und Forschung verbindet diese Präsenzweiterbildung aktuelle Erkenntnisse der modernen Schmerzforschung mit dem didaktischen Konzept des Problemorientierten Lernens (PoL). In einem engen Zusammenspiel aus Theorie, Fallanalysen und praktischen Übungen erarbeiten die Teilnehmenden differenzierte Ursachenanalysen von Schmerzen und entwickeln individuelle Behandlungsstrategien für den interdisziplinären Einsatz. Der Lehrgang ist in vier aufeinander aufbauende Module gegliedert, die jeweils vier intensive Präsenztage umfassen. Modul 1 fokussiert akute Schmerzprozesse und perioperative Beschwerden, Modul 2 behandelt chronische Schmerzerkrankungen sowie deren psychosoziale Auswirkungen. In Modul 3 stehen systemische und metabolische Einflussfaktoren auf das Schmerzerleben im Mittelpunkt, während Modul 4 die Schmerzbehandlung bei Traumafolgestörungen vertieft. Alle Module integrieren praktische Übungen, Simulationen und kollegialen Austausch, um das erworbene Wissen unmittelbar auf reale Patientenfälle zu übertragen. Kursinhalte Modul 1 – Akute Schmerzprozesse Einführung in die Komplexität der Schmerztherapie: Einteilung nach pathophysiologischen Entitäten, Faktoren des Schmerzempfindens, Charakterisierung von Schmerz im Onion-Skin-Modell nach John D. Loeser, Differenzierung verschiedener Schmerzformen Mechanismen des Schmerzes (Nozizeption): Neuroanatomie und Neurophysiologie der Schmerzwahrnehmung, Verarbeitungssysteme, Geweberezeptoren, Gate-Control-Theorie Einführung in die Ontogenese: Einfluss der individuellen Entwicklung auf das Schmerzverhalten, Phase der Segmentierung und das Modell der Tome Vegetatives Nervensystem: Anatomie, Physiologie und Pathomechanismen des Sympathikus, Grundlagen der Reflexbahnen, Testverfahren und therapeutische Interventionen Plastizität der Schmerzbewertung: Reflektorische Wege des Schmerzes und die Bedeutung des limbischen Systems Viszerale Diagnostik und Therapie akuter Prozesse: Dermalgie-Reflexe nach Henri Jarricot über ventrale Organzonen Zentrales Nervensystem: Neurophysiologie somatischer Nervengeflechte, Differenzialdiagnostik und therapeutische Interventionen Entzündung und Schmerz: Anatomie, Histologie und Pathologien des Bindegewebes Myo-fasziale Pathomechanismen: Lokale Störungsmuster in Faszienketten und Sehnenplatten, Tenderpoints nach Lawrence Jones, Tests und Therapieansätze Pharmakologie in der Schmerztherapie: Wirkungsspektren von Schmerzmedikamenten, Gewöhnungseffekte und Neuromodulation Praxisbeispiele akuter Schmerzprozesse: Arbeitshypothesen, Befundungen und Behandlungsansätze auf Grundlage des Problemorientierten Lernens (PoL) Dokumentation: Patientenbefundung und Verlaufsdokumentation nach ICF-Standard Kursmodule / Ausbildungsaufbau Modul 1: Diagnostik und Therapie akuter Schmerzprozesse Modul 2: Vertiefung chronischer Schmerzprozesse Modul 3: Systemische und metabolische Schmerzmechanismen Modul 4: Schmerzbeeinflussung in der Traumabewältigung Zusammenfassung Diese strukturierte Präsenzweiterbildung verbindet wissenschaftliche Tiefe mit hoher Praxisorientierung. Die Teilnehmenden erlernen eine differenzierte Schmerzdiagnostik, entwickeln interdisziplinäre Therapieansätze und wenden diese direkt an realen Fällen an. Dank der klaren Modulstruktur und des konsequenten Praxisbezugs sind Absolventinnen und Absolventen optimal auf komplexe Schmerz- und Traumafolgesituationen vorbereitet und stärken ihre Rolle im multiprofessionellen Team.
Der Umgang mit einer Concussion beziehungsweise Gehirnerschütterung hat sich in Medizin und Sport grundlegend verändert. Frühere Empfehlungen wie eine längere Ruhephase in einem abgedunkelten Zimmer gelten heute häufig als nicht zielführend und können die Genesung verzögern. Gleichzeitig stellt die Überlagerung von Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen und Konzentrationsproblemen hohe Anforderungen an Diagnostik, Belastungssteuerung und Rehabilitation. Der zweitägige Intensivkurs in Hannover vermittelt klinisches Wissen zur Klassifikation und Untersuchung von Gehirnerschütterungen. Die Teilnehmenden lernen, visuelle, vestibuläre, propriozeptive und vegetative Funktionsbereiche differenziert zu betrachten. Theorievorträge werden mit zahlreichen praktischen Übungseinheiten verbunden. Darauf aufbauend werden strukturierte Protokolle für die schrittweise Rückkehr zu Alltag, Lernen, Arbeit und Sport erarbeitet. Grundlagen, Diagnostik und Screening Pathophysiologische Vorgänge bei einer Gehirnerschütterung Akutmanagement, Erkennen von Red Flags und angemessene Triage Klinische Klassifikation unterschiedlicher Concussion-Beschwerdebilder Anwendung spezifischer Concussion-Tests im multimodalen Screening Untersuchung von Gleichgewicht und vestibulärem System Beurteilung des visuellen Systems und der Okulomotorik Untersuchung der Propriozeption der Halswirbelsäule Einordnung möglicher Reaktionen des vegetativen Systems Differenzierung der beteiligten Systeme bei komplexen und überlagernden Symptomen Belastungssteuerung und Rehabilitation Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Graded Activity. Dabei wird vermittelt, weshalb eine frühzeitig begonnene, abgestufte Aktivität für die Rehabilitation relevant sein kann und wie sich die Belastung kontrolliert dosieren lässt. Die Auswahl und Intensität der Maßnahmen werden an das individuelle Beschwerdebild sowie die Reaktion des Patienten angepasst. Grundlagen einer stufenweisen und symptomorientierten Belastungssteigerung Gezielte Übungen für die vestibuläre Rehabilitation Visuelles Training bei Concussion-bedingten Beschwerden Training der Halswirbelsäulen-Propriozeption Patientenedukation und verständliche Vermittlung des Rehabilitationsverlaufs Lifestyle-Management mit Schlafhygiene und Ernährung als unterstützenden Faktoren Return-to-Play-Protokolle für die sichere Rückkehr zum Sport Return-to-Learn-Protokolle für Schule, Ausbildung und Studium Stufenpläne für die Rückkehr in Alltag und Arbeitsleben Ziele der Concussion-Weiterbildung Nach dem Kurs können die Teilnehmenden Gehirnerschütterungen strukturiert einordnen, Warnzeichen erkennen und die beteiligten Funktionssysteme gezielt untersuchen. Sie lernen, Untersuchungsergebnisse für die Planung individueller Rehabilitationsmaßnahmen zu nutzen und Übungen aus der vestibulären, visuellen und propriozeptiven Rehabilitation sinnvoll auszuwählen. Das Seminar vermittelt außerdem, wie Belastungen schrittweise gesteigert und Return-to-Activity-Protokolle an den jeweiligen Verlauf angepasst werden. Damit verbindet die Weiterbildung Concussion Rehabilitation diagnostisches Wissen, praktische Untersuchungstechniken, Patientenedukation und konkrete Strategien für die Rückkehr zu Sport, Schule, Arbeit und Alltag.
Der Basislehrgang „Bobath für Erwachsene“ richtet sich an Fachkräfte aus Physiotherapie, Ergotherapie und Medizin. Der Kurs ist von der International Bobath Instructors Training Association (IBITA) anerkannt und somit bei gesetzlichen und privaten Krankenkassen abrechnungsfähig. Die Teilnehmenden erwerben vertiefte Kenntnisse in der neurologischen Befunderhebung und trainieren fundierte Behandlungstechniken für Menschen mit zentralnervösen Schädigungen. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander: Inhalte aus Neurophysiologie, Neuropathologie sowie motorischem Lernen werden mit praktischen Trainingssequenzen kombiniert. Ziel ist es, individuelle Therapiekonzepte zu entwickeln, Bewegungsressourcen gezielt zu aktivieren und atypische sowie kompensatorische Bewegungen zu minimieren. Alle Dozierenden sind IBITA-zertifizierte Instruktor*innen und vermitteln aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse praxisnah. Teilnahmevoraussetzung ist eine staatliche Zulassung als Physiotherapeut/in oder Ergotherapeut/in sowie eine mindestens zwölfmonatige Berufserfahrung in Vollzeit (bei Teilzeit entsprechend angepasst). Andere medizinische Berufsgruppen können nach individueller Absprache mit der Dozentin zugelassen werden. Zwischen den Seminarphasen bearbeiten die Teilnehmenden neurologische Fallstudien zur Vertiefung der Inhalte. Das modulare Lehrkonzept ermöglicht eine schrittweise Erarbeitung und den direkten Transfer in den beruflichen Alltag. Nach erfolgreichem Abschluss kann bei den Krankenkassen die Abrechnungsbefugnis für KG-ZNS (Positionsnummer 20710 Bobath) beantragt werden. Kursinhalte Individuelle, zielgerichtete und alltagsorientierte Therapiegestaltung Neurophysiologie, Neuropathologie, motorisches Lernen und motorische Kontrolle Übertragung theoretischer Inhalte in konkrete Behandlungstechniken Neurologische Befunderhebung und Patientenbehandlung unter Supervision Demonstrationsbehandlungen der Referenten mit klinischen Problemlösungen Bearbeitung spezieller Fragestellungen und Entwicklung praxisnaher Lösungsstrategien Schlussbetrachtung Der Kurs vermittelt umfassende Kompetenzen in der neurologischen Befunderhebung und Behandlung Erwachsener. Durch die Kombination aus theoretischer Fundierung, praktischer Anwendung und IBITA-zertifiziertem Aufbau entwickeln die Teilnehmenden ein wissenschaftlich anerkanntes Qualifikationsprofil. Supervision und reale Fallbeispiele fördern den Praxistransfer und veranschaulichen klinische Entscheidungsprozesse. Mit Abschluss des Kurses stärken Sie Ihre fachliche Behandlungskompetenz und sichern Ihre Abrechnungsfähigkeit – ein klarer Mehrwert für Ihre therapeutische Tätigkeit.
Ausbildungsaufbau: PNF- Grundkurs 2 x 4 Tage / beide Teile können nur zusammen belegt werden PNF(A)- Aufbaukurs 4 Tage + 1 Tag Prüfung zwischen dem Grund- und Aufbaukurs müssen mindestens 6 Monate liegen! Voraussetzung für Zertifikat: PT, mind. 1-jährige Berufserfahrung (Vollzeit) Kursinhalte Modul 3: Analyse von Funktionen des Fazio-oralen-Systems beim Gesunden: Kauen, Lautieren, Schlucken, Atmen und bei Pathologien: Facialesparese, Schluckstörungen, Kieferdysfunktionen. Fazilitation der Atemfunktionen und Schlucksequenz (mimische Muskulatur, Atemhilfsmuskulatur, Zwerchfellatmung, supra- und infrahyoidale Muskulatur). Fazilitation von einfachen Transfers für Kopfkontrolle. Körperfunktionen fazilitieren zur strukturellen Sekundärprophylaxe bei chronischen Langzeitpatienten. Zertifikatsprüfung: Befund (Hypothesen, Parameter, Zielformulierung nach ICF) und Behandlungsplanung eines Fallbeispiels in schriftlicher Form. Dieser ist dritten Modul auszuarbeiten und am vorletzten Tag abzugeben. Eine Hausarbeit am Patienten kann zum dritten Modul mitgebracht werden (15 UEs/FP). Diese sollte in Form einer Videodokumentation vorliegen, die das Problem des Patienten, eine Therapiesequenz am Patienten sowie das Ergebnis zeigt. Praktische Prüfung orientiert am Fallbeispiel ausgeführt am Probanden (20 Min.). Schriftliche Prüfung (1 Stunde).
Dieser Kurs ist als Online-oder Präsenzvariante buchbar. Die Weiterbildung Multiple Sklerose – Behandlung nach N.A.P. richtet sich an Fachpersonen aus Therapie, Pflege und medizinischer Rehabilitation, die sich auf die komplexe Versorgung von Menschen mit Multipler Sklerose spezialisieren möchten. Der Kurs basiert auf den Prinzipien des neuroorthopädischen Aktivitäts- und Trainingskonzepts (N.A.P.) und bietet ein differenziertes Verständnis für die Pathophysiologie und funktionellen Einschränkungen bei MS. Wenn das zentrale Nervensystem als Schaltstelle für Bewegung und Kognition durch Entzündungssprozesse nur noch eingeschränkt arbeitet, hat dies erheblichen Einfluss auf Alltagsaktivitäten. Multiple Sklerose, auch Encephalomyelitis disseminata, wird durch das körpereigene Immunsystem angegriffen, die auftretenden Symptome sind mannigfaltig, die Symptome entwickeln sich abhängig vom Ort der Entzündung: Es kommt zu spastischen Lähmungen und ataktischen Bewegungen, im Verlauf mit großen Einschränkungen der Gang- und Greiffunktion, der Atmung, des Sprechens und Schluckens, später auch der kognitiven Fähigkeiten. Das Hybrid-Seminar Multiple Sklerose integriert evidenzbasierte Methoden der Neurorehabilitation und richtet sich an therapeutische Fachkräfte, die ihre Handlungskompetenz gezielt im Bereich MS-Behandlung erweitern wollen. Die Teilnehmenden lernen die Symptome des Krankheitsbildes zu verstehen und zu behandeln, spezifische Tests der unterschiedlichen Symptome durchzuführen und zu dokumentieren und Übungen für Ausdauer, Kraft und Elastizität zu entwickeln. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden darin geschult Trainingsprogramme, nach aktueller Studienlage, zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu gestalten. Sie lernen die Grundlagen der Hilfsmittel- und Trainingsgeräteversorgung, sowie Ernährungsgrundlagen zu verstehen. Kursinhalte Ganganalyse und Gehtraining Atmung, Sprechen und Schlucken Spastische Lähmungen und ataktische Bewegungsstörungen Krankheitsspezifische Tests und Assessments zur Dokumentation der motorischen und kognitiven Leistungsfähigkeit Zusammenfassung Die Multiple Sklerose – Behandlung nach N.A.P. stellt eine umfassende Weiterbildung im Bereich der Neurorehabilitation dar. Durch praxisnahe Inhalte zur Bewegung, Atmung, Kommunikation und Ernährung erhalten die Teilnehmenden fundierte Kompetenzen im Umgang mit den vielschichtigen Herausforderungen der MS. Bitte beachten: Dieser Kurs findet hybrid statt, das heißt, er wird sowohl Online als auch in Präsenz angeboten. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Online-Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und wie ein “Präsenz-Teilnehmer” Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Eine Störung des Vestibularorgans ist mit Abstand die häufigste Ursache für Schwindelsymptomatik. Auswertungen mehrerer Kliniken zeigen, dass vestibuläre Störungen in rund 50 % der Fälle das Leitsymptom „Schwindel“ verursachen. Der vestibuläre Schwindel weist bei Erwachsenen in Deutschland eine Jahresprävalenz von etwa 5 % auf und tritt damit sehr häufig auf. Trotzdem werden viele Fälle nicht korrekt diagnostiziert oder behandelt. Ein deutliches Beispiel ist der gutartige, paroxysmale Lagerungsschwindel: Lediglich 8 % der Betroffenen erhielten die richtige Therapie. Dabei ist die vestibuläre Rehabilitation evidenzbasiert und laut mehreren systematischen Übersichtsarbeiten hochwirksam. Modul 1 (2 Tage) Theorie Anatomie, Physiologie und Pathologie des Vestibularorgans Effekte und Risiken von Antivertiginosa sowie ototoxischen Medikamenten Interpretation medizinisch-technischer Untersuchungen Praxis Anamnese und Befunderhebung mittels evidenzbasierter diagnostischer Tests zur Differenzialdiagnostik Fragebögen und Assessments zur Messung der Therapieeffektivität Vestibuläre Rehabilitationstherapie: evidenzbasierte Befreiungsmanöver und Übungsmethoden Modul 2 (2 Tage) Theorie Pathologie der vestibulären Migräne, des posttraumatischen und psychosomatischen Schwindels Lifestyle-Coaching bei vestibulärer Migräne Nicht-vestibuläre (internistische) Schwindelformen Weitere Fragebögen und Assessments Praxis Intensive Wiederholung aller praktischen Inhalte aus Modul 1 Bearbeitung und Präsentation von Fallbeispielen in Gruppen Nach Modul 2 und einer Kenntnisprüfung erhalten Sie das Zertifikat zum Vestibular-Therapeuten des Institutes für vestibuläre Rehabilitationstherapie (IVRT®) und die fachliche Vorrausetzung, um in die europäische Therapeutenliste aufgenommen zu werden. Der Eintrag in die Therapeutenliste ist für 3 Jahre gültig und kann dann durch einen 1-tägigen Refresher-Kurs um weitere 4 Jahre verlängert werden. Prüfung Die Prüfung des IVRT ist freiwillig, jedoch Voraussetzung für das Zertifikat. Sie findet am letzten Kurstag von Modul 2 statt und umfasst 20 Multiple-Choice-Fragen sowie eine praktische Demonstration an einem Demo-Patienten. Unabhängig davon erhalten alle Teilnehmenden eine Teilnahmebestätigung. Zusätzlich stellt das IVRT auf YouTube zahlreiche Videos zur Verfügung, um sich mit dem Institut und den Techniken vertraut zu machen. Exklusiver IVRT-Service Fachliche Betreuung nach dem Kurs per E-Mail Austausch über geschlossene Facebook- und Siilo-Gruppen Interner Mitgliederbereich mit Videos, Test- und Übungsmaterialien Übungsbroschüren für Patienten zur Heimtherapie Aufnahme in die IVRT-Therapeutenliste zur Patientenvermittlung Werbeflyer für Praxis und Ärzte Regelmäßige Refresherkurse zur Wissensaktualisierung
PNF steht für Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation. Das Üben von sinnvollen Aktivitäten steht im Vordergrund dieser Kurse. Da Patienten in der heutigen Zeit nicht mehr so lange bettlägerig sind und PNF auch bei ambulanten Patienten sowie im häuslichen und sportlichen Umfeld Anwendung findet, ist die Behandlung in liegenden Positionen nicht mehr zeitgemäß. Technischer Fortschritt ermöglicht frühe Belastungen auch mit modernen Hilfsmitteln, die physiologische Bewegungsabläufe fördern. Die Therapiemethoden sind darauf ausgerichtet, diese zu unterstützen. Im Sinne der Internationalen Klassifikation der Funktionen (ICF) wird im Prozess des Clinical Reasonings analysiert, welche Körperstrukturen wie funktionieren müssen, um Alltagsaktivitäten bestmöglich – orientiert an den individuellen Bedürfnissen und Potenzialen des Patienten – zu fördern (fazilitieren). Die Rolle der Propriozeptoren als Feedbackrezeptoren, die auf Druck und Zug reagieren, dient sowohl dem Schutz der Körperstrukturen als auch der automatischen und unbewussten Haltungskontrolle des Organismus und bestimmt die methodischen Vorgehensweisen dieser Therapie. Die Hände des Therapeuten werden nur dann eingesetzt, wenn es erforderlich ist, und dort, wo es sinnvoll ist, um dem Gehirn Rückmeldung darüber zu geben, wie eine Bewegung erfolgen kann. Sie werden nicht – dem traditionellen Reiz-Reaktionsmodell des vorigen Jahrhunderts folgend – genutzt, um Bewegungen „anzubahnen“. Die Teilnehmer lernen: dass sich Propriozeptoren nicht nur in Kapseln, Sehnen, Bändern und Muskelspindeln befinden, sondern überwiegend in den Faszien. dass Propriozeptoren auf Druck und Zug reagieren, um einen automatischen Schutz des Organismus zu gewährleisten, damit dieser sich auf die Auseinandersetzung mit seiner Umwelt fokussieren kann. dass Propriozeptoren in ständiger Kommunikation mit dem vestibulären und visuellen System stehen, um den Haltungshintergrund mit exzentrischer Funktion der Antigravitationssynergien sicherzustellen. dass Widerstand kognitive Strategien hervorruft, die mit konzentrischer Muskelfunktion einhergehen. die PNF-Muster in Alltagsaktivitäten zu erkennen und deren Bedeutung als spiralförmig-diagonal verlaufende Bewegungen zu verstehen, die eine größtmögliche Spannung der Faszien erzeugen und so die Gelenkstabilität gewährleisten. die Bedeutung der strukturellen Elastizität als Voraussetzung für exzentrische Muskelfunktion zu erkennen, um Beschleunigung von Bewegungen zu ermöglichen und diese möglichst ökonomisch auszuführen (Nutzung des Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus). Kursinformation – Allgemein Grundsätzlich kann jedes Modul, das jeweils 40 Unterrichtseinheiten bzw. Fortbildungspunkte beinhaltet, einzeln belegt werden. Als Weiterbildung zur Berechtigung der Abrechnung der Position „KG ZNS“ gemäß den Richtlinien der IKK (federführend für die deutschen Krankenkassen) müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden: Der Referent muss anerkannter IKK-Fachlehrer sein. Der Teilnehmer muss über eine staatliche Anerkennung als Krankengymnast oder Physiotherapeut verfügen. Der Teilnehmer muss zu Beginn der Weiterbildung eine mindestens einjährige Berufstätigkeit in Vollzeit (38,5 Std.) oder bei mindestens 15 Wochenstunden entsprechend länger nachweisen. Der zeitliche Ablauf zwischen Beginn und Ende der Weiterbildung muss mindestens 6 Monate betragen und sollte innerhalb von 2 Jahren abgeschlossen werden. Die Teilnahme an der Zertifikatsprüfung erfordert die Absolvierung von 120 Unterrichtseinheiten. Modul 1 und Modul 2 müssen am gleichen Ort zusammen gebucht werden. Kursinhalte Modul 1 Ganganalyse: ökonomisches Gehen beim Gesunden und bei Pathologien (ICP, spastische Parese, Ataxie, Schmerz, hyperkinetische (Athethosen) und hypokinetische (Parkinson) Syndrome). Fazilitation des Gehens in unterschiedlichen relevanten Umweltsituationen. Bewegungsanalyse und Therapie von Boden- und Rollstuhltransfers (Querschnitt, Schädelhirntrauma). Fazilitation von Körperfunktionen zur strukturellen Sekundärprophylaxe bei chronischen Langzeitpatienten. Kursinhalte Modul 2 Analyse von Greif- und Stützaktivitäten beim Gesunden und bei Pathologien (spastische Parese, Ataxie, periphere Parese, Schmerz/CRPS). Fazilitation von Stützaktivitäten für Greifaktivitäten des kontralateralen Armes und für Transfers. Fazilitation der präaktiven Schulterstabilisation für Greifaktivitäten und bimanuelle Tätigkeiten. Fazilitation von Körperfunktionen zur strukturellen Sekundärprophylaxe bei chronischen Langzeitpatienten.
Dieser Kurs ist als Online- oder Praesenzvariante buchbar. Funktionelle Sicherheit beim Gehen steht im Zentrum des Tageskurses „Gangschulung nach Gelenkersatz“. Betrachtet werden Patient:innen nach Hüft- oder Knieendoprothese sowie körperliche, sensorische und emotionale Einflüsse auf ihr Gangverhalten. Das Seminar findet hybrid statt: Teilnehmende können entweder vor Ort in Hannover oder online über Zoom teilnehmen. Ausgangspunkt ist die leitliniengerechte Nachbehandlung nach Hüft- und Knieendoprothesen. Die Weiterbildung Gangschulung nach Gelenkersatz ergänzt diese Grundlage durch praxisnahe neurophysiologische Konzepte. Biomechanische Faktoren werden gemeinsam mit sensorischer Integration und posturaler Kontrolle betrachtet. Auch die Rolle des limbischen Systems gehört zu dieser interdisziplinären Auseinandersetzung mit dem körperlichen und emotionalen Gleichgewicht. Die Grundlagen der neurophysiologischen Ganganalyse werden mit einer befundorientierten Therapie nach ICF verbunden. Klinische Fallbeispiele greifen die Inhalte auf und stellen einen Bezug zu praxisorientierten Interventionen her. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf interdisziplinären Ansätzen, die Sicherheit und Alltagskompetenz fördern sollen. Nachhaltiges motorisches Lernen und sichere Alltagsaktivitäten sind dabei die übergreifenden Bezugspunkte. Kursinhalte Leitliniengerechte Nachbehandlung nach Hüft- und Knieendoprothesen Interdisziplinäre Ansätze zur Förderung von Sicherheit und Alltagskompetenz Rolle des limbischen Systems und der posturalen Kontrolle im Gang Grundlagen der neurophysiologischen Ganganalyse Befundorientierte Therapie nach ICF Klinische Fallbeispiele und praxisorientierte Interventionen Das Hybridseminar führt die verschiedenen Perspektiven auf das Gehen nach Gelenkersatz zusammen. Die Wiederherstellung funktioneller Sicherheit wird dabei sowohl im Zusammenhang mit körperlichen Voraussetzungen als auch mit sensorischen und emotionalen Einflussgrößen betrachtet. Bitte beachten: Dieser Kurs findet hybrid statt, das heißt, er wird sowohl Online als auch in Präsenz angeboten. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform „Zoom“ übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die „Online-Teilnehmer“ können sich jederzeit freischalten und wie ein „Präsenz-Teilnehmer“ Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Die Basalganglien sind eine Gruppe von Nervenzellkernen im Gehirn, die wesentlich an der Steuerung von Bewegungen beteiligt sind und zugleich verschiedene kognitive Prozesse beeinflussen. In diesem Online-Seminar aus der Reihe „Neurophysiologie mit Therapiebezug“ werden Aufbau, Funktion und Störungsbilder der Basalganglien systematisch betrachtet und mit therapeutischen Fragestellungen verbunden. Zu Beginn steht die Basalganglienschleife im Mittelpunkt. Die beteiligten Strukturen und ihre jeweiligen Aufgaben werden erläutert, sodass nachvollziehbar wird, wie die einzelnen Komponenten zusammenwirken. Dabei geht es insbesondere darum, wie Bewegungen kontrolliert und kognitive Prozesse beeinflusst werden. Auch die Bedeutung wichtiger Neurotransmitter wie Dopamin für die Funktion der Basalganglien wird thematisiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf typischen Störungsbildern der Basalganglien. Anhand von Parkinson-Krankheit, Dystonie, Chorea und Tourette-Syndrom werden unterschiedliche Symptome, Ursachen und therapeutische Ansätze betrachtet. Dadurch lassen sich neurophysiologische Grundlagen mit klinischen Erscheinungsbildern verknüpfen. Kursinhalte 1. Lernen Sie die Basalganglienschleife kennen: Anatomie und Funktion der Basalganglien Aufbau der Basalganglienschleife Beteiligte Strukturen und ihre Aufgaben 2. Störungsbilder der Basalganglien: Parkinson-Krankheit: Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten Dystonie: Definition, Formen und Auswirkungen Chorea: Ursachen, klinische Merkmale und therapeutische Ansätze Tourette-Syndrom: Symptome, Diagnose und Behandlung 3. Einfluss von Basalganglienstörungen auf unser therapeutisches Denken: Diagnosestellung bei Basalganglienerkrankungen Auswirkungen auf die Wahl der Therapieansätze Berücksichtigung von Basalganglienstörungen in der Rehabilitation Neue Forschungserkenntnisse und Zukunftsperspektiven Der Therapiebezug bildet einen wichtigen Bestandteil des Online-Seminars. Gemeinsam wird betrachtet, welchen Einfluss Basalganglienstörungen auf diagnostische Überlegungen, die Auswahl therapeutischer Ansätze und die Rehabilitation haben können. So entsteht ein differenziertes Verständnis dafür, wie neurophysiologisches Wissen in therapeutische Denkprozesse einbezogen werden kann. Bitte beachten: Dieser Kurs findet Online statt, das heißt. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Dieser Kurs ist als Online- oder Praesenzvariante buchbar. Welche körperlichen und emotionalen Aspekte prägen das Gehen bei Arthrose? Der Tageskurs „Gangschulung bei Arthrose“ greift diese Frage aus einer interdisziplinären Perspektive auf. Gleichgewicht, sensorische Integration und funktionelles Gangverhalten stehen dabei im Mittelpunkt. Das kompakte Seminar findet hybrid statt und kann in Hannover vor Ort oder online über Zoom besucht werden. Ausgangspunkt sind die Pathologie und typische Kompensationen bei Arthrose. Die Weiterbildung Gangschulung bei Arthrose verbindet diese Themen mit Beobachtungsstrategien und deren klinischer Relevanz. Moderne Ansätze der Ganganalyse werden um praxisnahe Anwendungen und therapeutische Strategien ergänzt. So werden arthrosebedingte Veränderungen des Gehens in ihrem fachlichen und praktischen Zusammenhang betrachtet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Rolle des limbischen Systems und der posturalen Kontrolle. Zusammen mit den Grundlagen der neurophysiologischen Ganganalyse erweitern diese Inhalte den Blick auf sensorische und emotionale Einflüsse. Die befundorientierte Therapie nach ICF stellt die Förderung von Alltagsaktivitäten in den Vordergrund. Fallbeispiele aus der Praxis führen die verschiedenen Themen anhand klinischer Fragestellungen zusammen. Kursinhalte Befundorientierte Therapie zur Förderung von Alltagsaktivitäten nach ICF Pathologie und typische Kompensationen bei Arthrose Beobachtungsstrategien und klinische Relevanz Rolle des limbischen Systems und der posturalen Kontrolle im Gang Grundlagen der neurophysiologischen Ganganalyse Fallbeispiele aus der Praxis Die Inhalte werden an einem Tag in konzentrierter Form vermittelt. Das Seminar verbindet Fachwissen über Arthrose und Gangverhalten mit einer praxisorientierten Betrachtung von Gleichgewicht, Beobachtung und therapeutischen Strategien. Bitte beachten: Dieser Kurs findet hybrid statt, das heißt, er wird sowohl Online als auch in Präsenz angeboten. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform „Zoom“ übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die „Online-Teilnehmer“ können sich jederzeit freischalten und wie ein „Präsenz-Teilnehmer“ Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Das Bobath-Konzept bietet allen beteiligten Berufsgruppen eine gemeinsame Basis für ihre Arbeit mit Schlaganfall- und Schädel-Hirn-Trauma-Betroffenen. Die für das Konzept typischen Prinzipien und Problemlösungsstrategien sind für die Betroffenen in allen Phasen nach dem Ereignis (Akut-, Rehabilitations- und chronische Phase) hilfreich. Im Seminar wird nach kurzer theoretischer Einführung der fördernde Umgang mit erwachsenen halbseitengelähmten Personen geübt. Hierfür werden Behandlungsprinzipien und Handgriffe vorgestellt, die sich an den benötigten Mobilitätsbausteinen im Tagesablauf eines Krankenhauses, der Privatwohnung oder in einem Pflegeheim. Die innerhalb von "24 Stunden" benötigten motorischen Bausteine im Rahmen der Vertikalisierung wie Bewegen aus dem Liegen in den Sitz bzw. Stand sowie angemessene Unterstützung beim Positionieren für komplexere ADLs werden einzeln erläutert, demonstriert und miteinander geübt. Kursinhalte: Lagewechsel im Liegen Lagewechsel im Sitzen Lagewechsel in den Stand Wechseln der Ausgangsstellungen (Transfers) Stehen und Gehen
Voraussetzung: Einen mindestens 16 Lehreinheiten dauernden Kurs oder Einführung in das Bobath-Konzept oder einen Bobath-Grundkurs oder einen Kurs BO-24-Stunden-Konzept-Kurs Eine der jeweiligen Aufgabe angepasste Bewegungsvorstellung und ein dafür adäquater Muskeltonus in allen beteiligten Körperabschnitten unterstützt die Wiedererlangung alltagsrelevanter Arm- und Handfunktionen wesentlich. Bedeutungsvolle neurophysiologische Wirkprinzipien werden in diesem Kurs theoretisch begründet, demonstriert und geübt. Kursinhalte: Tonus beeinflussende Wirkmechanismen Spastizität, Hypotonus Aufbau von Therapiesequenzen (z.B. nach BOBATH, JOHNSTONE | PanaT, PERFETTI, Forced Use) Eigenübungen, edukative Therapieelemente Repetitive und Serientrainings
Die Weiterbildung Morbus Parkinson in Hannover vermittelt medizinische Grundlagen und praxisbezogene Kenntnisse zur Parkinson-Erkrankung sowie zu parkinsonähnlichen Krankheitsbildern. Im Mittelpunkt stehen die neuroanatomischen Grundlagen der zentralen Bewegungssteuerung, die beteiligten Strukturen des Nervensystems sowie die Pathophysiologie und Epidemiologie des Morbus Parkinson. Der Präsenzkurs verbindet diese Grundlagen mit der therapeutischen Befundung und Behandlung. Ein weiterer Themenbereich ist die ärztliche Diagnostik und Therapie. Die Teilnehmenden befassen sich mit der neurologischen körperlichen Untersuchung und lernen diagnostische Verfahren wie MRT, DAT-Scan und transcraniellen Basalganglienschall kennen. Außerdem wird die spezielle Pharmakotherapie mit dopaminergen Substanzen behandelt. Dazu gehören L-Dopa und Dopaminantagonisten. Auf diese Weise wird nachvollziehbar, wie ärztliche Diagnostik, medikamentöse Behandlung und therapeutische Arbeit ineinandergreifen. Für Physiotherapeutinnen, Physiotherapeuten, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten stehen die therapeutische Befundung, Bewegungsanalyse und der Einsatz validierter Test- und Befundinstrumente im Vordergrund. Typische motorische und nichtmotorische Symptome werden differenziert eingeordnet. Darauf aufbauend behandelt das Seminar spezifische physiotherapeutische und ergotherapeutische Maßnahmen sowie deren praktische Umsetzung. Inhalte der Parkinson-Fortbildung Neuroanatomische Grundlagen der zentralen Generierung und Steuerung von Bewegung Neuroanatomie der bei Morbus Parkinson beteiligten Strukturen Pathophysiologie und Epidemiologie der Parkinson-Erkrankung Neurologische körperliche Untersuchung und ärztliche Diagnostik Bildgebende Verfahren wie MRT und DAT-Scan Transcranieller Basalganglienschall Pharmakotherapie mit dopaminergen Substanzen wie L-Dopa und Dopaminantagonisten Therapeutische Diagnostik mittels Bewegungsanalyse Validierte Test- und Befundinstrumente Spezifische Physiotherapie bei funktionellen Defiziten Antifreezingtechniken, Lauftraining und Sturzprävention Praxisbezogene Hinweise zur Behandlung und zum Umgang mit Parkinsonerkrankten Begleiterkrankungen wie Demenz und Depression Differenzialdiagnostik und Therapie parkinsonähnlicher Erkrankungen Multisystematrophie, corticobasale Degeneration und progressive supranukleäre Blickparese Der Kurs in Hannover verbindet medizinisches Hintergrundwissen mit therapeutischer Praxis. Die Teilnehmenden erarbeiten ein differenziertes Verständnis der Parkinson-Erkrankung, ihrer Begleitsymptome und der Abgrenzung zu verwandten neurodegenerativen Krankheitsbildern. Dadurch können Befundergebnisse systematisch eingeordnet und geeignete therapeutische Maßnahmen fundiert geplant werden.
MS, die „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“, stellt die Patienten immer wieder vor neue Herausforderungen im Alltag und den Therapeuten vor die Frage: „Wie gestalte ich meine Therapie patientenorientiert und praxisnah?“. MS ist eine Krankheit, deren Entstehung bis heute noch nicht eindeutig geklärt ist. Aufgrund der unterschiedlichen Lokalisationen der Entzündungen im Zentralnervensystem ist die Symptomatik sehr unterschiedlich. Dieser Kurs geht auf die mögliche Ätiologie und Verlaufsformen ein, wiederholt einige spezifische neuroanatomische Grundlagen und zeigt die Vielfältigkeit der Symptomatiken auf, die je nach Verlauf unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Darüber hinaus wird auf die Befundung und praktische Ansätze für die Therapie, bezogen auf verschiedene Symptomatiken (z.B. Spastik, Koordinationsstörungen, posturale Kontrolle, Kontrakturprophylaxe, Fatigue) eingegangen, um dem Patienten ein möglichst schmerzfreies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, denn entgegen dem Denken vieler Patienten muss diese Krankheit nicht zwangsläufig im Rollstuhl enden. Ziel des Kurses ist es, die Krankheit besser zu verstehen und somit die Problematiken des Patienten im Alltag besser zu erfassen und eine zielorientierte Arbeitsweise zu entwickeln.
Funktionelle Aktivität beeinflusst Körperfunktionen und formt Körperstrukturen. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten zu befähigen, selbst aktiv zu werden, anstatt nur passiv behandelt zu werden. Die Neuro-orthopädische Aktivitätsabhängige Plastizität (N.A.P.®) ist ein interdisziplinäres Konzept, das in der orthopädischen, neurologischen, traumatologischen und sportphysiotherapeutischen Rehabilitation sowie in der Prävention Anwendung findet. Plastizität bedeutet Anpassung und Veränderung. N.A.P.® basiert auf der Erkenntnis, dass funktionelle Bewegungsvorgänge Körperstrukturen formen und verbessern. Therapeutinnen und Therapeuten lernen, manualtherapeutische mit neurophysiologischen Prinzipien zu verbinden, um motorisches Lernen gezielt zu stimulieren. Behandlungsspektrum Chronische Schmerzsyndrome: Migräne, Tinnitus, Schwindel, Fibromyalgie Orthopädische Krankheitsbilder: Bandscheibenvorfälle, Arthrosen, Gelenkersatz, Kiefergelenksprobleme Traumatische Verletzungen: Knochen-, Band- und Kapselverletzungen, Schleudertrauma, Plexusparese Neurologische Erkrankungen: Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Tumor, Multiple Sklerose, Parkinson Funktionelle Bereiche: Atmung, Schlucken, Nahrungsaufnahme Die Weiterbildung ist praxisorientiert aufgebaut (ca. 70 % Praxis / 30 % Theorie). Die vermittelten Techniken lassen sich nach jedem Modul direkt im beruflichen Alltag anwenden. Ausbildungsstruktur Modul 1: LWS | Becken | Untere Extremität [25 FP] Modul 2: HWS | BWS | Kiefer | Obere Extremität [25 FP] Modul 3: Klinisches Modul [40 FP] Inhalte Modul 3 Neuro-orthopädische Therapie orthopädischer/traumatologischer Fallbeispiele (z. B. Plexusparese, CRPS, Epicondylitis, HWS-Beschleunigungstrauma, CMD, Frozen Shoulder) Neuro-orthopädische Therapie neurologischer Fallbeispiele (z. B. Parkinson, MS, SHT, ICP, Apoplex) Handlungsempfehlungen bei spastischen und schlaffen Paresen sowie Ataxie Handlungsempfehlungen bei chronischen Schmerzen Randomisiertes Üben und differenzielle Trainingsgestaltung Nach erfolgreicher Teilnahme am dritten Modul besteht die Möglichkeit, in die N.A.P.-Therapeutenliste aufgenommen zu werden. Die strukturierte und praxisnahe Ausbildung ermöglicht es, neurophysiologische und biomechanische Ansätze unmittelbar in den Behandlungsalltag zu integrieren und alltagsrelevante Bewegungsabläufe nachhaltig zu optimieren.
Dieser Kurs ist als Online-oder Präsenzvariante buchbar. Das Nervensystem ist bei vielen Beschwerdebildern direkt oder indirekt beteiligt und spielt daher auch in der physiotherapeutischen und manualtherapeutischen Untersuchung eine wichtige Rolle. Während in der klassischen Befundung häufig osteokinematische, arthrokinematische und artikuläre Strukturen im Vordergrund stehen, werden neurale und neuromeningiale Strukturen teilweise weniger berücksichtigt. Für eine ganzheitliche und differenzierte therapeutische Betrachtung ist ein multifaktorieller Denkansatz jedoch unerlässlich. Neuromeningiale Strukturen verlaufen vom Kopf bis in die Peripherie des menschlichen Körpers. Sie passen sich fortlaufend an Bewegungen und mechanische Belastungen an und sind an der Weiterleitung sensomotorischer, sensibler und vegetativer Nervenimpulse beteiligt. Störungen dieser Anpassungsfähigkeit können sowohl durch extraneurale als auch intraneurale Faktoren entstehen und sich in unterschiedlichen Symptomen und Beschwerdebildern zeigen. Kenntnisse über Neuroanatomie, Neurobiomechanik und Neurodynamik ermöglichen es Therapeutinnen und Therapeuten, mögliche Beteiligungen neuraler Strukturen gezielter in Befund und Behandlung einzubeziehen. Ziel dieser Fortbildung ist es, ein fundiertes Verständnis des Nervensystems und seiner biomechanischen Zusammenhänge zu vermitteln. Die Teilnehmenden lernen, gereizte oder beeinträchtigte Neuralstrukturen differenziert zu untersuchen und daraus geeignete therapeutische Ansätze abzuleiten. Dadurch eröffnet der Kurs ein zusätzliches diagnostisches und therapeutisches Fenster für die tägliche Arbeit in Physiotherapie und Manueller Therapie. Kursinhalte: Grundlagen der Neuroanatomie und Neurobiomechanik Neurodynamik und Bewegungsverhalten neuraler Strukturen Befund und Diagnostik gereizter Neuralstrukturen Biomechanische, chemische und reizleitungsspezifische Reaktionen neuraler Strukturen Symptomatik und klinische Zeichen geschädigten Nervengewebes Unterscheidung intraneuraler und extraneuraler Einflussfaktoren Therapeutische Behandlungskonzepte bei Nervenwurzelirritationen Behandlungsansätze bei Bandscheibenvorfällen (BSV) und degenerativen Veränderungen Integration neurodynamischer Untersuchungs- und Behandlungstechniken in den therapeutischen Alltag Die Weiterbildung verbindet theoretische Grundlagen mit praxisorientierter Anwendung und unterstützt Therapeutinnen und Therapeuten dabei, neurologische und neurodynamische Zusammenhänge gezielter in ihre Untersuchung und Behandlung einzubeziehen. Bitte beachten: Dieser Kurs findet hybrid statt, das heißt, er wird sowohl Online als auch in Präsenz angeboten. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Online-Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und wie ein “Präsenz-Teilnehmer” Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Der Thalamus ist eine zentrale Struktur des Gehirns und an zahlreichen Prozessen der Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und motorischen Kontrolle beteiligt. Aufgrund seiner wichtigen Funktion bei der Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen wird er häufig als „Tor zum Bewusstsein“ bezeichnet. In diesem Online-Seminar aus der Reihe „Neurophysiologie mit Therapiebezug“ werden die Anatomie und Funktion des Thalamus sowie seine vielfältigen Verbindungen zu anderen Gehirnregionen und zur Peripherie betrachtet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Interaktion des Thalamus mit der Großhirnrinde. Anhand der thalamo-kortikalen Schleifen wird erläutert, wie beide Strukturen miteinander kommunizieren. Darüber hinaus werden die sensorische Verarbeitung und die Beteiligung des Thalamus an der motorischen Kontrolle thematisiert. Auch die Zusammenhänge zwischen Thalamus und Peripherie werden betrachtet. Dabei stehen insbesondere die Beziehungen zum autonomen Nervensystem und zum endokrinen System im Mittelpunkt. Kursinhalte 1. Einführung in den Thalamus: Anatomie und Funktion des Thalamus Rolle des Thalamus im Bewusstseinsprozess 2. Interaktion des Thalamus mit anderen Gehirnregionen: Thalamo-kortikale Schleifen: Wie kommuniziert der Thalamus mit der Großhirnrinde? Sensorische Verarbeitung: Wie beeinflusst der Thalamus die Wahrnehmung von Sinnesreizen? Motorische Kontrolle: Wie ist der Thalamus in die Steuerung von Bewegungen involviert? 3. Thalamus und Peripherie: Thalamus und das autonome Nervensystem: Wie beeinflusst der Thalamus die Regulation von Körperfunktionen? Thalamus und das endokrine System: Wie wirkt sich der Thalamus auf die Hormonproduktion aus? 4. Auswirkungen von Thalamusschädigungen: Thalamusläsionen und ihre Folgen für das Bewusstsein Veränderungen in der Wahrnehmung und Kognition nach einer Thalamusschädigung Therapeutische Ansätze zur Rehabilitation von Thalamuspatienten Der therapeutische Bezug wird besonders bei den möglichen Folgen einer Thalamusschädigung deutlich. Veränderungen von Bewusstsein, Wahrnehmung und Kognition werden mit therapeutischen Fragestellungen verbunden. Abschließend werden Ansätze zur Rehabilitation betrachtet, um die neurophysiologischen Zusammenhänge des Thalamus in das therapeutische Denken einzuordnen. Bitte beachten: Dieser Kurs findet Online statt, das heißt. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Diese Fortbildung legt den Schwerpunkt auf die sichere Gestaltung von Bewegungsabläufen. Im Zentrum steht nicht allein die Kraftentfaltung oder Koordinationsfähigkeit, sondern die Frage, ob jede Bewegung für den Organismus unbedenklich und gesundheitsfördernd ist. Dafür ist das zentrale Nervensystem auf verlässliche Informationen aus dem Gleichgewichtssinn, dem visuellen System und der Propriozeption angewiesen. Im Gehirn werden diese Reize integriert und ermöglichen eine präzise Steuerung der motorischen Abläufe. Je umfassender und hochqualitativer der sensorische Input, desto wirkungsvoller und exakt sind die resultierenden Bewegungen. Zielgruppe dieses Seminars sind Therapeutinnen und Therapeuten, Trainerinnen und Trainer sowie sportlich Engagierte, die ihre körperliche Leistungsfähigkeit mithilfe eines neurologisch fundierten Ansatzes steigern möchten. Die Teilnehmenden erhalten fundiertes Wissen über die anatomischen und physiologischen Grundlagen der sensomotorischen Steuerung und erlernen praxisnahe Methoden zur gezielten Optimierung dieser Prozesse. neurophysiologische und neuroanatomische Grundlagen relevante Systeme im Kontext der Neuroathletik neuroathletische Assessments spezifisches Training von Visus, Propriozeption und Vestibulum Synergie und Integration von Input und Output Stimulation von Hirnnerven und insbesondere Vagustraining Relevanz von Stress im Kontext von Sensomotorik geräteunterstütztes Training Vorab werden die theoretischen Inhalte über Video-Lektionen und ein umfassendes Workbook vermittelt. Ein bis zwei Wochen vor Beginn erhalten alle Teilnehmenden Zugang zu einem E-Learning-Portal, sodass sie flexibel und selbstständig lernen und Fragen bereits im Vorfeld klären können. Während der Präsenzmodule steht die praktische Anwendung im Mittelpunkt: Unter professioneller Anleitung setzen die Teilnehmenden die erlernten Assessments und Trainingsformen um. Dabei wird besonders auf die Wechselwirkung zwischen Sinneswahrnehmung und motorischer Ausführung eingegangen und in der Praxis vertieft. Nach Abschluss der Weiterbildung verfügen die Teilnehmenden über vertiefte Kenntnisse zur strukturellen und funktionellen Organisation der nervalen Strukturen und Sinnesorgane. Sie verstehen die komplexen sensomotorischen Abläufe und sind in der Lage, eigenständig neurologisch fundierte Trainingskonzepte zu entwickeln und anzupassen. Dieses Kursformat verbindet theoretische Tiefe mit praktischer Anwendung und eignet sich hervorragend als weiterführende Qualifikation im Bereich Neuroathletik.
Die Hirnnerven sind ein äußerst komplexes und eng verknüpftes System innerhalb des menschlichen Nervensystems. Obwohl sie häufig wenig Beachtung finden, spielen sie eine wesentliche Rolle bei zahlreichen Beschwerden im Kopf- und Halsbereich. In dieser Weiterbildung steht deshalb die funktionelle Sichtweise im Vordergrund: Wie arbeiten die einzelnen Nerven, welche Verbindungen bestehen zum zentralen und peripheren Nervensystem, und weshalb ist dieses Wissen für die Behandlung so relevant? Das Seminar vermittelt fundierte Grundlagen aus Neuroanatomie und Physiologie und verknüpft diese mit klinischen Fragestellungen aus der Praxis. Teilnehmende erhalten einen strukturierten Überblick darüber, wie sich Funktionsstörungen bemerkbar machen können und welche Assessments zur Beurteilung der Hirnnervenfunktion eingesetzt werden. Somit eignet sich dieses Online-Seminar besonders für Fachpersonen, die ihr Wissen im Bereich Kopf und Hals gezielt ausbauen möchten. Ein besonderer Wert wird auf praxisnahe Herangehensweisen gelegt, die sich sowohl in therapeutische Konzepte als auch in die Eigenbehandlung integrieren lassen. Dabei geht es nicht nur um reines Faktenwissen, sondern vor allem um das Verständnis von Zusammenhängen, um Symptome besser einordnen und sicherer beurteilen zu können. Die klare Kursstruktur ermöglicht es, die Inhalte flexibel zu erarbeiten und direkt in den Berufsalltag mitzunehmen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf klinischer Pathologie sowie darauf, Assessments sinnvoll in den Praxisalltag einzubinden. Das Seminar bietet damit eine wertvolle Ergänzung für alle, die sich intensiver mit den Hirnnerven beschäftigen möchten und funktionelle Zusammenhänge sicherer erkennen und anwenden wollen. Kursinhalte funktionelle Neuroanatomie und Physiologie der Hirnnerven Sonderstellung der Hirnnerven und ihr Einfluss auf das periphere und zentrale Nervensysstem Behandlungsrelevanz bei Symptomen im Kopf- und Halsbereich klinische Pathologie und Assessments der Hirnnervenfunktion Behandlung und Eigenbehandlung Zusammenfassung Abschließend bietet diese Weiterbildung eine fundierte Einführung in ein zentrales Thema der Neuroanatomie. Das Online-Seminar schafft die Grundlage, um die Bedeutung der Hirnnerven in Diagnostik und Behandlung besser zu verstehen und sicher in den eigenen Praxisalltag zu übertragen. Bitte beachten: Dieser Kurs findet Online statt, das heißt. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Der demografische Wandel führt zu einer steigenden Lebenserwartung und damit auch zu einer kontinuierlich wachsenden Zahl an Demenzdiagnosen. Dieses Krankheitsbild gewinnt nicht nur gesellschaftlich an Bedeutung, sondern stellt auch die therapeutische Praxis vor neue Herausforderungen. Physio- und Ergotherapeutinnen und -therapeuten aller Fachbereiche sind zunehmend gefordert, sich intensiv mit den vielfältigen Symptomen dementieller Erkrankungen auseinanderzusetzen. Dazu zählen unter anderem kognitive Beeinträchtigungen, Orientierungsprobleme und auffällige Verhaltensweisen. Die Weiterbildung zum Fachtherapeuten für demenzielle Erkrankungen vermittelt evidenzbasierte Therapieansätze, Kommunikationsstrategien und Bewegungsinterventionen speziell für Menschen mit Demenz. Sie richtet sich an Therapeutinnen und Therapeuten, die ihre Kompetenzen in der Betreuung und Behandlung von demenziell erkrankten Menschen gezielt erweitern möchten. Durch den strukturierten Ausbildungsaufbau mit fünf Modulen erwerben die Teilnehmenden fundiertes Wissen und praxisrelevante Fähigkeiten für den professionellen Umgang mit demenziellen Erkrankungen. Die Fortbildung verbindet medizinische Grundlagen, kommunikative Kompetenzen, bewegungstherapeutische Ansätze und rechtliche Aspekte zu einem umfassenden Gesamtkonzept. Kursinhalte Umfassendes medizinisches Wissen über demenzielle Erkrankungen Praktische Hinweise zum Umgang mit demenziell erkrankten Menschen Therapeutische Interventionsmöglichkeiten für alle Krankheitsstadien Beratung und Orientierungshilfen für Betroffene und deren Angehörige Rechtliche Grundlagen im Bereich Demenz Kursmodule / Ausbildungsaufbau Einführung und medizinischer Hintergrund (20 UE) Detailliertes Krankheitsbild der Demenz, medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapieansätze, Prävalenzstatistiken, diagnostische Verfahren, Interventionen in unterschiedlichen Settings, Strategien zur Krankheitsbewältigung sowie aktuelle Forschungsergebnisse Schwerpunktpraxis Demenz und rechtliche Grundlagen (20 UE) Organisation und Steuerung von Netzwerken und Kooperationen, Entlastungsangebote für Angehörige, Pflegegrade und deren Bedeutung, Vorsorgemöglichkeiten, Beratung für Angehörige sowie die Berücksichtigung von Umweltfaktoren nach dem ICF-Modell Bewegung (30 UE) Prävention von Stürzen, Förderung der Kognition durch körperliche Aktivität, Entwicklung motorischer Grundeigenschaften, Sensomotorik, Förderung von Kreativität und Motivation, Steigerung der Bewegungsfreude, Entwicklung von Bewältigungsstrategien, Auswahl sinnvoller Sportarten und Gestaltung von Gruppenerlebnissen Kommunikation bei Demenz (20 UE) Grundlagen der effektiven Kommunikation, klientenzentrierte Gesprächsführung, Nutzung der Ressourcen von Menschen mit Demenz, Biografiearbeit, basale Stimulationstechniken, nonverbale Kommunikationsstrategien sowie integrative Validation Integration und Zertifikat (20 UE) Palliative Begleitung, persönliche Selbsterfahrung, Selbstfürsorge für Therapeuten, Evaluationsmethoden, Präsentation der Hausarbeiten sowie die abschließende Prüfung Die Fachweiterbildung zum Fachtherapeuten für demenzielle Erkrankungen bietet eine umfassende Qualifikation für die Arbeit mit Menschen mit Demenz. Durch die Kombination aus evidenzbasierter Therapie, spezialisierten Kommunikationstrainings und gezielten Bewegungsinterventionen werden die Teilnehmenden optimal auf die beruflichen Anforderungen vorbereitet.
Diese Fortbildungsreihe stellt eine tiefgehende und praxisorientierte Weiterbildung dar, die speziell für Fachkräfte aus den Bereichen Logopädie, klinische Linguistik, Ergotherapie, Physiotherapie und Medizin konzipiert wurde. Im Seminar für Manuelle Schlucktherapie werden sowohl Elemente der NAP® als auch Ansätze aus der sequentiellen Betrachtung von Schluck- und Atemvorgängen integriert, wie sie auch in der Therapie des Facio-Oralen Trakts (F.O.T.T.®) Anwendung finden. Ziel ist es, die Bedeutung der posturalen Kontrolle als zentralen Faktor in der Schluck- und Atemkoordination zu erkennen und gezielt zu fördern. Im Rahmen des Seminars erwerben die Teilnehmenden vertiefte Kenntnisse, um limbisch gesteuerte sowie vegetativ bedingte Schutzmechanismen, die nach Verletzungen oder Erkrankungen auftreten, zu analysieren und therapeutisch zu behandeln. Diese Schutzreaktionen führen häufig zu einer erhöhten Steifheit in den an Sprache, Kaubewegungen und insbesondere der Atmung beteiligten Muskulaturen. Zudem kann eine verminderte Elastizität der Faszien die Beweglichkeit der Nerven beeinträchtigen. Das Gesamtkonzept der Weiterbildung basiert auf der Überzeugung, dass die gezielte Förderung der posturalen Kontrolle nicht nur den physiologischen Schluckvorgang optimiert, sondern auch die gesamte Atemkoordination verbessert. Die Weiterbildung Manuelle Schlucktherapie wird als Präsenzveranstaltung angeboten und richtet sich an Fachkräfte, die manuelle Techniken mit strukturierten therapeutischen Abläufen kombinieren möchten. Die vermittelten Methoden eignen sich sowohl für wache als auch für schwer betroffene Patientinnen und Patienten, etwa für Menschen mit Beatmung oder Bewusstseinsstörungen. Auch Personen mit Sprech- und Stimmstörungen, die auf zentrale oder periphere Ursachen wie myofunktionelle Störungen zurückzuführen sind, profitieren von diesen praxisnahen Techniken. So entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, der theoretische Grundlagen und praktische Übungen wirkungsvoll miteinander verbindet. Ausbildungsaufbau: Modul 1 Modul 2 Modul 3 Kursinhalte Modul 1: Einfluss des limbischen Systems auf die posturale Kontrolle Anatomie und Biomechanik der Kopf-, Nacken- und Schultergürtelmuskulatur Motorische Lernprinzipien Elastizitätsförderung der Atem- und Schluckmuskulatur Maßnahmen zur Dämpfung des Sympathikotonus Gesichts- und Zungenaktivitäten für das Schlucken als Sequenz Zertifizierung Nach Absolvierung aller Module besteht die Möglichkeit, an einer Lernkontrolle teilzunehmen. Der erfolgreiche Abschluss berechtigt zur Aufnahme in die Manuelle Schlucktherapie-Therapeutenliste. Diese dient dazu, qualifizierte Therapeutinnen und Therapeuten empfehlen zu können.
Dieses Seminar zur Bindegewebsmassage vermittelt umfassende Kenntnisse eines klassischen Therapieverfahrens, das auf den Arbeiten von Elisabeth Dicke beruht. Traditionelle Behandlungskonzepte werden dabei mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Faszienforschung und der Neurophysiologie verknüpft und in einen modernen, evidenzorientierten Zusammenhang gestellt. Im Mittelpunkt steht das Verständnis viszerokutaner Reflexzonen sowie der segmentalen Verbindungen zwischen Organen, Haut und Nervensystem, die eine zentrale Rolle in der therapeutischen Anwendung spielen. Teilnehmende erhalten im Rahmen der Fortbildung praxisnahes Wissen über die funktionellen und anatomischen Grundlagen der Bindegewebsmassage. Ein besonderer Fokus liegt auf den viszerokutanen Reflexkreisen, die die Wechselwirkungen zwischen inneren Organen und dem Bindegewebe verdeutlichen. Auf dieser Basis lassen sich funktionelle Belastungen erkennen und gezielt behandeln. Die Inhalte sind klar strukturiert und so aufbereitet, dass sie unmittelbar in die therapeutische Praxis integriert werden können. Das Präsenzformat ermöglicht es, die erlernten Techniken direkt anzuwenden und zu vertiefen. Praktische Übungseinheiten fördern die Fähigkeit, Veränderungen im Gewebe sicher zu erkennen und die Behandlung korrekt durchzuführen. Ergänzend werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirkung mechanischer Reize im Fasziengewebe vermittelt, insbesondere in Bezug auf die Mikrozirkulation und das vegetative Nervensystem. Dadurch wird eine zeitgemäße Einordnung der Methode in den heutigen therapeutischen Kontext ermöglicht. Die Kombination aus fundierter Theorie und praktischer Umsetzung schafft eine solide Grundlage für den Einsatz der Bindegewebsmassage in modernen physiotherapeutischen Behandlungskonzepten. Ziel ist es, die Methode gezielt und wirkungsvoll anzuwenden und dabei sowohl klassische Grundlagen als auch aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen zu berücksichtigen. Kursinhalte: Grundlagen der Bindegewebsmassage nach Elisabeth Dicke Anatomie und Neurophysiologie viszerokutaner Reflexzonen Segmentale Zusammenhänge zwischen Organen, Haut und Nervensystem verstehen Erkennen und Zuordnen von Organzonen im Bindegewebe Therapeutischer Aufbau und Durchführung der Bindegewebsmassage Interpretation von Gewebeveränderungen bei funktionellen Störungen Evidenzbasierte Einordnung der Wirkmechanismen Einfluss der Bindegewebsmassage auf Mikrozirkulation und vegetatives Nervensystem Integration in ein modernes physiotherapeutisches Behandlungskonzept Zusammenfassung: Die Fortbildung vermittelt ein differenziertes Verständnis für das Zusammenspiel von Faszien, Reflexzonen und segmentalen Strukturen. Durch die Verbindung von klassischen Therapiekonzepten mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsteht eine fundierte Grundlage für eine sichere und effektive Anwendung in der physiotherapeutischen Praxis.
Keep Moving ist ein therapeutisches Trainingsprogramm bei Morbus Parkinson und neurologischen Bewegungsstörungen (z. B. Multiple Sklerose, Hemiplegie). Es nutzt gezielt den Gesundheitsaspekt der Bewegungslehre TaiChi. Diese traditionelle Bewegungskunst hat ihren Ursprung im China des 17. Jahrhunderts. Ihre Besonderheit liegt in der Verknüpfung von Konzentration, Entschleunigung und Entspannung mit körperlicher Bewegung, Aufrichtung und Zentrierung. Gerade diese Kombination kann einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben und die ganzheitliche Entwicklung von Körper und Geist unterstützen. TaiChi fördert die Motorik und kann den gesamten Körper vitalisieren. Basierend auf diesen Prinzipien wurde das therapeutische Trainingsprogramm Keep Moving entwickelt. Es wird seit mehreren Jahren in verschiedenen Kliniken sowie ausgewählten Praxen angewandt. Kursinhalte Bewegungsprinzipien von Keep Moving und TaiChi-Therapie Umsetzung von Keep Moving im Praxis- und Klinikalltag Erlernen und Anleiten der Techniken Richtig stehen, gehen und sitzen im TaiChi bei Morbus Parkinson Praktische Übungen: Stehen, Gehen und Sitzen – Umsetzung der Techniken bei neurologischen Krankheitsbildern Entspannung bei Morbus Parkinson Einführung in eine meditative Konzentrationsübung
Warum ist die neurophysiologische Entwicklung eines Kindes so bedeutsam für das Lernen und Verhalten? Leben und Bewegung sind untrennbar miteinander verbunden. Die Bewegung ist der Motor der Hirnreifung und zugleich ihr Ergebnis. Je ausgereifter das Gehirn, desto koordinierter und komplexer sind die Bewegungsmuster. Um die Zusammenhänge zwischen der motorischen Entwicklung eines Kindes mit den Auswirkungen auf Lernen und Verhalten besser zu verstehen, gilt es zunächst die kindliche Entwicklung genauer zu betrachten. Bereits in der Schwangerschaft, unter der Geburt und in den ersten Lebensmonaten können Beeinträchtigungen unterschiedlichster Art und Weise Auswirkungen auf die neurophysiologische Reife eines Kindes entstehen lassen. Was haben in diesem Zusammenhang die frühkindlichen Reflexe und Reaktionen für eine Bedeutung und warum werden diese in Zusammenhang zur Entwicklung und zum Lernen häufig genannt? Basierend auf dem NELLA (Neurophysiologische – EntwicklungsLehre – Lernen udn Anwenden) werden die Ursachen einer neurophysiologischen Entwicklungsverzögerung oder -störung mit den Auswirkungen auf Bewegung, Lernen und Verhalten erläutert. Das Erkennen neurophysiologischer Unreifen als einen mitverantwortlichen Faktor an motorischen, sensorischen und emotionalen Beeinträchtigungen bietet einen ganzheitlichen Blick und ermöglicht einen neuen Therapieansatz. Eine kleine Auswahl der einzelnen Bausteine in der neurophysiologischen Entwicklungstherapie (Beispiele aus Anamnese, Befundung und Übungen), geben einen Einblick in das ganzheitliche Konzept. Spielerische und sportliche Anregungen, mögliche buchbare Seminare, die im Kindergarten, Schulalltag oder Sportkursen umgesetzt werden können, oder die Fortbildung zur NELLA- neurophysiologischen EntwicklungstherapeutIn, werden ebenfalls vorgestellt.
Die Spiegeltherapie ist ein etabliertes Therapieverfahren in der Neurorehabilitation und Schmerztherapie. Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft haben in den vergangenen Jahren zu einem besseren Verständnis der Um- und Reorganisationsprozesse des Gehirns bei neurologischen Erkrankungen, insbesondere nach einem Schlaganfall, sowie bei chronischen Schmerzen geführt. Auf dieser Grundlage wird die Spiegeltherapie gezielt eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und sensomotorische Funktionen zu verbessern. Eine besondere Bedeutung hat sie unter anderem bei Patienten mit komplexem regionalem Schmerzsyndrom (CRPS), Phantomschmerzen sowie nach neurologischen Schädigungen. Im Kurs „Spiegeltherapie in der Neurorehabilitation und Schmerzbehandlung“ am MFZ Hannover lernst du sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Anwendung der Spiegeltherapie kennen. Im Mittelpunkt steht die therapeutische Umsetzung bei neurologischen Funktionsstörungen und chronischen Schmerzen der oberen und unteren Extremitäten. Du erhältst einen fundierten Einblick in die Entwicklung, Wirkungsweise und klinischen Effekte der Spiegeltherapie. Dabei lernst du, die Methode gezielt zur Behandlung motorischer und sensorischer Funktionsstörungen nach neurologischen Schädigungen sowie zur Reduktion unterschiedlicher Schmerzsyndrome einzusetzen. Neben den theoretischen Grundlagen nimmt die praktische Anwendung der Spiegeltherapie einen wichtigen Stellenwert ein. In Übungsphasen trainierst du die konkrete therapeutische Umsetzung an der oberen und unteren Extremität. Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden Besonderheiten, Einsatzmöglichkeiten und Effekte der Spiegeltherapie anschaulich vermittelt. Kursinhalte Theoretische Grundlagen der Spiegeltherapie Entwicklung der Spiegeltherapie Aktuelle Grundlagen zur Entstehung und Entwicklung chronischer Schmerzen Komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) und Phantomschmerz Anwendungsgrundlagen und Voraussetzungen der Spiegeltherapie Klinische Effekte und Wirkungsweise der Spiegeltherapie Praktische Anwendung der Spiegeltherapie Therapeutische Umsetzung an der oberen und unteren Extremität nach Schlaganfall Spiegeltherapie bei motorischen und sensorischen Funktionsstörungen Anwendung der Spiegeltherapie beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) Spiegeltherapie bei Phantomschmerzen Praxisübungen und Fallbeispiele für den therapeutischen Alltag
Dieser Kurs ist als Online-oder Präsenzvariante buchbarin Anlehnung an das Bobath-Konzept Kursinhalte: ICF-Befundaufnahme bei einem hemiplegischen Patienten Auswirkungen des pathologischen Muskeltonus auf Stand- und Spielbeinfunktion Mögliche Pathologien eines hemiplegischen Patienten während der verschiedenen Gangphasen Anbahnung selektiver Stand-und Spielbeinfunktionen in RL, Sitz, Dreipunktstütz, Stand, auf labilen Unterlagen und beim Gang Auswirkungen der zentralen Hemiplegie (Hyper- und Hypotonie) auf die Physiologie des Schultergürtels und der Funktion von Arm, Schulter und Rumpf Entstehungsmechanismen der schmerzhaften Schulter und des Handsyndroms (CRPS) Lagerung und Handling eines hemiparetischen Armes Anbahnung der Schulter- |Arm- |Handfunktion in verschiedenen Stadien Behandlungsansätze zur Verbesserung der selektiven Rumpffunktion Hausbeschsituation Fallbeispiele Assessments Bitte beachten: Dieser Kurs findet hybrid statt, das heißt, er wird sowohl Online als auch in Präsenz angeboten. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Online-Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und wie ein “Präsenz-Teilnehmer” Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Motorische Entwicklungsstörungen beziehungsweise die umschriebene Entwicklungsstörung motorischer Funktion (UEMF, F82) oder Developmental Coordination Disorder (DCD) zählen mit einer Häufigkeit von etwa 5 bis 6 % zu den häufigsten Störungen in der kindlichen Entwicklung. Sie sind jedoch gut behandelbar. Dieser Kurs vermittelt die neurophysiologische Entwicklungstherapie (NET) für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 17 Jahren mit motorischen Entwicklungsstörungen. Die Therapie wurde für die Altersgruppe von 5 bis 10 Jahren bereits erfolgreich wissenschaftlich evaluiert. Zunächst erlernen die Teilnehmenden die theoretischen Grundlagen der Erkrankung und der Therapie. Anschließend werden die Übungen konkret vorgestellt, unter anderem mithilfe von Videobeispielen, und praktisch eingeübt. Nach dem Kurs sind die Teilnehmenden in der Lage, diese evidenzbasierte Therapie selbstständig durchzuführen und Patientinnen und Patienten mit motorischen Entwicklungsstörungen gezielt zu einer Verbesserung zu verhelfen. NET ist zudem für viele weitere Indikationen anwendbar, auch bei Erwachsenen in unterschiedlichen Fachbereichen, insbesondere in Orthopädie und Neurologie. Lernziele nach dem Kurs Die Teilnehmenden kennen die verschiedenen Aspekte der umschriebenen Entwicklungsstörung motorischer Funktion (UEMF) mit ihren Symptomen. Die Teilnehmenden können diese Symptome mit der idealen motorischen Entwicklung vergleichen. Die Teilnehmenden kennen die theoretischen Grundlagen der neurophysiologischen Entwicklungstherapie (NET). Die Teilnehmenden können die NET praktisch anwenden. Kursinhalte Grundlagen der normalen motorischen Entwicklung Grundlagen der UEMF Theorie der neurophysiologischen Entwicklungstherapie der UEMF Praktische Umsetzung der neurophysiologischen Entwicklungstherapie der UEMF
Dieser Kurs ist als Online-oder Präsenzvariante buchbar. In diesem Kurs wird ein praxisnahes und evidenzbasiertes Konzept zur Behandlung bei M. Parkinson vermittelt. Der Kurs richtet sich an Fachkräfte, die ihr Wissen im Rahmen einer interdisziplinären Parkinson-Weiterbildung vertiefen möchten. Dabei fließen medizinische, therapeutische und bewegungstherapeutische Ansätze gleichermaßen ein. Die Inhalte orientieren sich an den aktuellen Standards der evidenzbasierten Weiterbildung und bieten einen fundierten Überblick über die vielfältigen Symptome der Erkrankung, medikamentöse Behandlungsstrategien sowie operative Optionen. Das strukturierte Curriculum deckt sowohl theoretische Grundlagen als auch praxisnahe Module ab. In Form von Parkinson- und interdisziplinären Seminaren werden zentrale Krankheitsmerkmale und therapeutische Konzepte vermittelt. Ergänzt wird das Angebot durch praxisorientierte Einheiten, wie sie auch in Fortbildungen zu Bewegung und Sport speziell für Parkinson thematisiert werden. Anhand konkreter Fallbeispiele wird der Transfer des theoretischen Wissens in den klinischen Alltag veranschaulicht. So ermöglicht der Kurs den Teilnehmern, individuelle und evidenzbasierte Behandlungsstrategien zu entwickeln und direkt in der täglichen Praxis umzusetzen. Besonders hervorzuheben ist der interdisziplinäre Austausch, der eine nachhaltige Integration der vermittelten Ansätze in den therapeutischen Alltag fördert. Die Kombination aus fundierter Theorie und anschaulichen Fallbeispielen bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, differenzierte Behandlungspläne zu erstellen, die an den spezifischen Befunden der Patienten orientiert sind. Die Einbindung von Elementen aus Fortbildungen zu Bewegung und sportlicher Aktivität stärkt dabei nicht nur die theoretischen Kenntnisse, sondern auch die praktische Umsetzung in verschiedenen klinischen Settings. Kursinhalte: Symptome des Morbus Parkinson in verschiedenen Stadien Medikation und mögliche OP-Indikation Freezing, On-Off-Phänomen, End-of-dose-Akinese Mobilität durch große, rhythmische Bewegungswiederholungen Physiotherapeutischer Befund nach ICF, Assessments Befundspezifisches Behandlungsplanung Fallbeispiele Die systematische Gliederung des Kurses ermöglicht es den Teilnehmern, ihr Wissen schrittweise aufzubauen und optimal in den beruflichen Alltag zu integrieren. Die Kombination aus interdisziplinären Ansätzen und evidenzbasierten Inhalten trägt dazu bei, die Komplexität der Parkinson-Erkrankung umfassend zu verstehen und zielführend zu therapieren. Fachkräfte profitieren dabei von einem praxisnahen Ausbildungsformat, das durch die klare Struktur und die Vielzahl an Fallbeispielen überzeugt. So wird gewährleistet, dass die erarbeiteten Konzepte nachhaltig in die tägliche Arbeit einfließen und die Versorgung von Patienten mit M. Parkinson kontinuierlich verbessert wird. Insgesamt stellt diese Weiterbildung ein attraktives Angebot für alle dar, die ihre therapeutischen Kompetenzen im Bereich der Parkinson-Behandlung erweitern und vertiefen möchten. Bitte beachten: Dieser Kurs findet hybrid statt, das heißt, er wird sowohl Online als auch in Präsenz angeboten. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Online-Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und wie ein “Präsenz-Teilnehmer” Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
Die Reflektorische Atemtherapie ist eine ganzheitliche, neurophysiologische Therapieform. Durch den gezielten Einsatz thermischer Reize, manueller Techniken und therapeutischer Übungen kann eine Regulation des gesamten Organismus erreicht werden. Das Prinzip der Methode beruht auf der Aktivierung von Druck-, Schmerz- und Dehnungsrezeptoren in Faszien, Haut, Muskeln und Periost am gesamten Körper. Bestehende segmentale Verbindungen werden über Reflexzonen, Meridiane und Triggerpunkte gezielt therapeutisch genutzt. Während und nach der Behandlung lässt sich häufig ein ökonomisierter Atem- und Bewegungsablauf des Diaphragmas beobachten. Gleichzeitig kann sich der Stoffwechsel nachhaltig positiv verändern. Dies unterstützt einen ausgleichenden Effekt auf körperliche Funktionen ebenso wie auf das geistig-seelische Befinden. Kursinhalte Modul 3 Wiederholung und Intensivierung der manuellen Techniken Austausch über Erfahrungen mit Patientinnen und Patienten anhand von Feedback-Protokollen Erlernen und Vertiefen neuer, organspezifischer Techniken Entwicklung krankheitsbildspezifischer Behandlungspläne Praktisches Üben durch gegenseitiges Behandeln unter Begleitung und Korrektur der Dozentin Befundung und Behandlung eines Patienten unter Supervision Teilnahmevoraussetzungen Abgeschlossener Aufbaukurs Nachweis über 3 weitere Eigenbehandlungen, wenn möglich 2 Behandlungsprotokolle über Patientenbehandlungen Nach Absolvierung der 3 Kurse sind die Teilnehmenden in der Lage Erkrankungen beziehungsweise organische Störungen zu erkennen Zielgerichtet ein atemreflektorisches Behandlungskonzept zu erstellen Die Therapie im ganzheitlichen Kontext durchzuführen Regulative Veränderungen des Organismus und der Atmung zu erfassen Den Therapieansatz an die jeweilige Veränderung anzupassen Ein Hausaufgabenprogramm zur Sicherung der erfolgten Regulation zu erstellen
Der Basislehrgang „Bobath für Erwachsene“ richtet sich an Fachkräfte aus Physiotherapie, Ergotherapie und Medizin. Der Kurs ist von der International Bobath Instructors Training Association (IBITA) anerkannt und somit bei gesetzlichen und privaten Krankenkassen abrechnungsfähig. Die Teilnehmenden erwerben vertiefte Kenntnisse in der neurologischen Befunderhebung und trainieren fundierte Behandlungstechniken für Menschen mit zentralnervösen Schädigungen. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander: Inhalte aus Neurophysiologie, Neuropathologie sowie motorischem Lernen werden mit praktischen Trainingssequenzen kombiniert. Ziel ist es, individuelle Therapiekonzepte zu entwickeln, Bewegungsressourcen gezielt zu aktivieren und atypische sowie kompensatorische Bewegungen zu minimieren. Alle Dozierenden sind IBITA-zertifizierte Instruktor*innen und vermitteln aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse praxisnah. Teilnahmevoraussetzung ist eine staatliche Zulassung als Physiotherapeut/in oder Ergotherapeut/in sowie eine mindestens zwölfmonatige Berufserfahrung in Vollzeit (bei Teilzeit entsprechend angepasst). Andere medizinische Berufsgruppen können nach individueller Absprache mit der Dozentin zugelassen werden. Zwischen den Seminarphasen bearbeiten die Teilnehmenden neurologische Fallstudien zur Vertiefung der Inhalte. Das modulare Lehrkonzept ermöglicht eine schrittweise Erarbeitung und den direkten Transfer in den beruflichen Alltag. Nach erfolgreichem Abschluss kann bei den Krankenkassen die Abrechnungsbefugnis für KG-ZNS (Positionsnummer 20710 Bobath) beantragt werden. Kursinhalte Individuelle, zielgerichtete und alltagsorientierte Therapiegestaltung Neurophysiologie, Neuropathologie, motorisches Lernen und motorische Kontrolle Übertragung theoretischer Inhalte in konkrete Behandlungstechniken Neurologische Befunderhebung und Patientenbehandlung unter Supervision Demonstrationsbehandlungen der Referenten mit klinischen Problemlösungen Bearbeitung spezieller Fragestellungen und Entwicklung praxisnaher Lösungsstrategien Schlussbetrachtung Der Kurs vermittelt umfassende Kompetenzen in der neurologischen Befunderhebung und Behandlung Erwachsener. Durch die Kombination aus theoretischer Fundierung, praktischer Anwendung und IBITA-zertifiziertem Aufbau entwickeln die Teilnehmenden ein wissenschaftlich anerkanntes Qualifikationsprofil. Supervision und reale Fallbeispiele fördern den Praxistransfer und veranschaulichen klinische Entscheidungsprozesse. Mit Abschluss des Kurses stärken Sie Ihre fachliche Behandlungskompetenz und sichern Ihre Abrechnungsfähigkeit – ein klarer Mehrwert für Ihre therapeutische Tätigkeit.
Die präsentierte Fortbildung in Cranio-Sacral-Therapie bietet eine tiefgreifende und praxisorientierte Weiterbildung, die sich speziell an Fachkräfte richtet, welche ihre manuellen Techniken erweitern und verfeinern möchten. Dieser Kurs vermittelt fundierte Einblicke in die Anatomie und Biomechanik des cranio-sacralen Systems, sodass ein integratives Verständnis der physiologischen Grundlagen geschaffen wird. Im Mittelpunkt steht die Anwendung sanfter, nichtinvasiver Verfahren, die zur Harmonisierung und Regulierung des Cranio-Sacral-Systems beitragen. Die Weiterbildung ist in vier aufeinander aufbauende Kurse unterteilt, die einen systematischen Ausbildungsprozess garantieren. Das klar strukturierte Programm, das als Osteopathie Seminar anerkannt ist, verknüpft praxisrelevante Inhalte aus unterschiedlichen Bereichen der manuellen Medizin. Themen aus den Bereichen Anatomie und Biomechanik werden ebenso integriert wie Inhalte, die im palpativen Untersuchung Seminar vermittelt werden. Außerdem wird im Rahmen des Osteopathischen Synthese Seminars die Bedeutung der Cranio-Sacral-Therapie innerhalb des ganzheitlichen osteopathischen Gesamtkonzepts umfassend erläutert und in einen logischen Zusammenhang gestellt. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt auf der intensiven Fortbildung im Modul der Querdiaphragmen. Hierbei wird die spezifische Behandlung der Querdiaphragmen detailliert dargestellt. Die Teilnehmenden erhalten nicht nur eine solide theoretische Basis, sondern lernen auch vielfältige praktische Techniken kennen, die dabei unterstützen, Funktionsstörungen im Bereich der Synchondrosis sphenobasilaris gezielt zu regulieren. Anatomie, Physiologie und Biomechanik des Cranio-Sacral-Systems Palpatorische Untersuchungsmethoden Einordnung der Cranio-Sacral-Therapie in das osteopathische Gesamtkonzept Behandlungstechniken der Querdiaphragmen Dysfunktionen der Synchondrosis sphenobasilaris Regulierende und ausgleichende Techniken (z. B. CV-4 Technik) Unwinding Techniken Kursmodule / Ausbildungsaufbau: Kurs 1: Grundlagen – Vermittlung der Basiskenntnisse in der Cranio-Sacral-Therapie Kurs 2: Vertiefung – Erweiterung der palpatorischen Untersuchungstechniken und des Verständnisses physiologischer Zusammenhänge Kurs 3: Integration – Verbindung der theoretischen Ansätze in das ganzheitliche osteopathische Konzept (Osteopathische Synthese Seminar) Kurs 4: Spezialisierung – Praktische Anwendung und vertiefte Behandlungstechniken, mit besonderem Fokus auf die Querdiaphragmen Zusammenfassung: Die dargebotene Weiterbildung in Cranio-Sacral-Therapie ermöglicht es den Teilnehmern, theoretisches Wissen und praxisbezogene Techniken effektiv miteinander zu verbinden. Durch den modular strukturierten Aufbau können die vermittelten Inhalte schrittweise in den beruflichen Alltag integriert werden. Dies führt zu einer klaren Ausbildung, welche die praktischen Fertigkeiten stärkt und gleichzeitig das Verständnis der komplexen Zusammenhänge im cranio-sacralen Bereich vertieft.
Zertifiziert nach § 20 SGB V durch die Krankenkassen/Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP)Das Zertifikat wird nach erfolgreichem Abschluss der gesamten Kursreihe vergeben. Die Organgymnastik (OGYM) verbindet auf einzigartige Weise Bewegung, Atmung und Wahrnehmung und wird damit zu einem ganzheitlichen Training für Körper und Geist. Ursprünglich in den 1950er Jahren von Senta und Hinrich Medau an der Medau Schule entwickelt. Im Mittelpunkt steht die wechselseitige Wirkung zwischen individueller Bewegung und bewusster Atmung. Heute wird OGYM durch viele therapeutische Aspekte aus der Physiotherapie und Gesundheitsprävention ergänzt und ist aktueller denn je. Bewusste, fließende Bewegungsabläufe, achtsames Atmen, sensorische Wahrnehmungsübungen stärken nicht nur die körperliche Funktionsfähigkeit, sondern auch die psychische Stabilität und Resilienz im Alltag. Damit ist die Ausbildung zur „Kursleitung Organgymnastik“ eine zeitgemäße Zusatzqualifikation für TherapeutInnen, die ihre Patienten in der Einzel- oder Gruppenbehandlung ganzheitlich unterstützen wollen. Diese praxisorientierte Kursleiter Ausbildung vermittelt die Kompetenz, Organgymnastik (OGYM) mit einem fundierten medizinischen Verständnis zu unterrichten und gezielt im therapeutischen Kontext einzusetzen. Behandelt werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungskompetenzen. Die Reflexion der eigenen Unterrichtspraxis sowie individuelles Feedback unterstützen die Weiterentwicklung der Lehrfähigkeit und des methodischen Vorgehens. OGYM-Kurse anbieten nach §20 SGB V Einweisung ins Kurskonzept: Wir erleichtern dir das Zertifizierungsverfahren, indem wir dir Kurskonzept und Einweisung ins Programm am Ende der Kursreihe zur Verfügung stellen. Kursaufbau Basiskurs: 16 UE Aufbaukurs 1: 38 UE Aufbaukurs 2: 16 UE Gesamt: 70 UE Abschluss: Kenntnisnachweis / schriftliche Ausarbeitung einer Lehrstunde Aufbaukurs 2 – OGYM im therapeutischen Kontext – Prävention, Methodik, Didaktik Der zweite Aufbaukurs entwickelt Inhalte der vorherigen Kurse weiter und dient der methodischen und didaktischen Vertiefung sowie der individuellen Verfeinerung der OGYM Praxis. Im Fokus steht die präzise Anwendung der eigenen Technik, die Gestaltung von Bewegungsabläufen und die Integration in therapeutische Kontexte. Der Kurs schließt mit einer praktischen Prüfung zur Kursleitung Organgymnastik ab. Der zweite Aufbaukurs fördert die Fähigkeit, OGYM als ganzheitliches Konzept sicher, kreativ und wirksam in präventive und therapeutische Arbeitsfelder zu integrieren. Vertiefung theoretischer Grundlagen: Im Mittelpunkt stehen relevante Inhalte zur individuellen Anwendung der Technik, zur räumlichen Ausrichtung, zum Atemfluss, zur Bewegungsdynamik und zur gestalterischen Umsetzung. Integration in die therapeutische Arbeit: Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von OGYM im Rahmen der Primärprävention. OGYM Kanons für spezifische Muskelgruppen Reflexion der eigenen Praxis: Durch Feedback und kollegialen Austausch werden Lehrmethodik, Bewegungsverständnis und individuelle Anwendung vertieft.
Das Kleinhirn, auch Cerebellum genannt, wird häufig vor allem mit der Koordination von Bewegungen in Verbindung gebracht. Seine Aufgaben gehen jedoch weit darüber hinaus. In diesem Online-Seminar aus der Reihe „Neurophysiologie mit Therapiebezug“ werden die vielfältigen Funktionen des Kleinhirns genauer betrachtet und seine Bedeutung innerhalb komplexer neuronaler Prozesse beleuchtet. Zu Beginn steht die Frage im Mittelpunkt, welche Aufgaben das Kleinhirn neben der klassischen Bewegungskoordination übernimmt. Dabei werden seine komplexen Funktionen sowie seine Einflüsse auf andere Hirnregionen betrachtet. Auf diese Weise entsteht ein umfassenderes Verständnis dafür, wie das Cerebellum in unterschiedliche Prozesse des Nervensystems eingebunden ist. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den vielseitigen Funktionen des Kleinhirns. Neben der motorischen Kontrolle werden Zusammenhänge mit Kognition, Emotion und Lernen thematisiert. Auch die zeitliche Verarbeitung von Informationen spielt dabei eine Rolle. Diese unterschiedlichen Aspekte verdeutlichen, dass das Kleinhirn an zahlreichen Vorgängen beteiligt ist, die über die reine Steuerung und Koordination von Bewegungen hinausgehen. Kursinhalte 1. Weitaus mehr als Koordination: Erfahre, warum das Kleinhirn weit über die reine Bewegungskoordination hinausgeht. Wir werden uns mit seinen komplexen Aufgaben und Einflüssen auf andere Hirnregionen befassen. 2. Die vielseitigen Funktionen des Kleinhirns: Entdecke die erstaunlichen Funktionen des Kleinhirns, die über die motorische Kontrolle hinausgehen. Wir werden uns mit Themen wie Kognition, Emotion, Lernen und sogar der zeitlichen Verarbeitung von Informationen beschäftigen. 3. Kommunikationssysteme des Kleinhirns: Erfahre, wie das Kleinhirn mit anderen Teilen des Gehirns und dem Nervensystem kommuniziert. Wir werden uns mit den neuralen Verbindungen, Schaltkreisen und Feedbackschleifen beschäftigen, die für die Informationsübertragung und -verarbeitung im Kleinhirn verantwortlich sind. Ein besonderer Fokus liegt damit auf den Kommunikationssystemen des Cerebellums. Neurale Verbindungen, Schaltkreise und Feedbackschleifen zeigen, wie Informationen zwischen dem Kleinhirn, anderen Bereichen des Gehirns und dem Nervensystem ausgetauscht und verarbeitet werden. Das Online-Seminar verbindet diese neurophysiologischen Zusammenhänge mit dem Therapiebezug der Kursreihe und erweitert so das Verständnis für die unterschiedlichen Funktionen des Kleinhirns. Bitte beachten: Dieser Kurs findet Online statt, das heißt. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.